Dermatologie

Dermatochirurgie – warum die Schnittrandkontrolle so entscheidend ist

Bei einer Tumor-OP geht es nicht nur darum, die sichtbare Veränderung zu entfernen – sondern sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe zurückbleibt. Deshalb wird das entnommene Gewebe in ein spezialisiertes Dermatopathologie-Labor eingesendet und feingeweblich untersucht. Die histologische Schnittrandkontrolle bestätigt, ob die Ränder tumorfrei sind (R0-Resektion). Ist das nicht der Fall, folgt eine Nachexzision – bevor der Tumor erneut wachsen kann.

Je nach Lokalisation und Größe kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz: spindelförmige Exzision mit primärem Wundverschluss, Nahlappenplastiken bei größeren Defekten an ästhetisch wichtigen Stellen, Shave-Abtragung bei oberflächlichen Veränderungen. Bei Eingriffen im Gesicht orientieren wir uns an den Hautspannungslinien und nutzen feinste Nahttechniken.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Histologische Schnittrandkontrolle im Dermatopathologie-Labor – bestätigt die vollständige Entfernung.
  • Eigener OP-Bereich – ambulant, lokale Betäubung, kein Krankenhausaufenthalt.
  • Onkologisch sicher, ästhetisch sorgfältig – besonders im Gesicht mit Nahlappenplastiken.
  • Auch gutartige Veränderungen – Muttermale, Lipome, Zysten, Fibrome, die stören oder abgeklärt werden sollen.
  • Alles in einer Hand – Diagnostik, OP, Histologie, Nachsorge.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Behandlungsmethode
Dermatochirurgische Exzision mit histologischer Schnittrandkontrolle
Betäubung
Lokalanästhesie
Dauer
20 bis 45 Minuten, komplexe Rekonstruktionen länger
Aufenthalt
Ambulant, eigener OP-Bereich
Histologie-Befund
Innerhalb von 5 bis 7 Werktagen
Fadenentfernung
Nach 7 bis 14 Tagen, je nach Lokalisation
Arbeitsfähigkeit
In der Regel sofort, bei Hand-/Fuß-/Gesichtseingriffen ggf. kurze Schonung
Ablauf

Ihre Behandlung in 4 Schritten

  1. 1

    Diagnostik und Planung

    Vor jedem Eingriff steht die sorgfältige Untersuchung mit Dermatoskopie und bei Bedarf KI-gestützter Bildanalyse. Wir bestimmen die Grenzen des Befundes und planen den Eingriff individuell. Bei Eingriffen im Gesicht besprechen wir vorab die Schnittführung und die zu erwartende Narbe.

  2. 2

    Ambulante Operation

    Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung in unserem OP-Bereich. Sie spüren während der Operation keine Schmerzen. Die Hautveränderung wird mit einem leitliniengerechten Sicherheitsabstand entfernt.

  3. 3

    Histopathologische Untersuchung

    Das Gewebe wird im Dermatopathologie-Labor feingeweblich untersucht. Der Befund liefert die endgültige Diagnose und bestätigt die vollständige Entfernung. Wir besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen – meist beim Termin zur Fadenentfernung.

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    Nachsorge

    Sie erhalten eine ausführliche Anleitung zur Wundversorgung. Bei der Fadenzugkontrolle beurteilen wir die Wundheilung. Bei Hautkrebs-Diagnosen planen wir eine strukturierte Nachsorge – angepasst an Art und Stadium des Tumors.

Überblick

Was wir operieren

Bösartige Hauttumoren

Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom, Melanom – leitliniengerecht mit definiertem Sicherheitsabstand. Bei dickeren Melanomen oder komplexen Lokalisationen koordinieren wir die Anbindung an ein zertifiziertes Hautkrebszentrum.

Hautkrebsvorstufen

Aktinische Keratosen und Morbus Bowen, die auf konservative Therapie nicht ansprechen oder bei Verdacht auf Übergang in ein invasives Karzinom.

Auffällige Muttermale

Dysplastische Nävi oder Muttermale, die sich verändert haben – zur diagnostischen Abklärung mit Histologie.

Gutartige Hautveränderungen

Lipome, Atherome, Zysten, Fibrome, Dermatofibrome – wenn sie stören, wachsen oder abgeklärt werden sollen.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Jeder operative Eingriff an der Haut erfordert Sorgfalt – sowohl bei der Entfernung als auch beim Verschluss. Mir ist es wichtig, nicht nur onkologisch sicher zu operieren, sondern auch ein ästhetisch gutes Ergebnis zu erzielen. Besonders im Gesicht macht die Erfahrung und die richtige Technik den Unterschied.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

Vor und nach der Operation

Vor der Operation

Blutverdünner: Informieren Sie uns über alle Medikamente – insbesondere ASS, Marcumar, NOAKs. Je nach Situation muss die Einnahme in Absprache mit Ihrem Hausarzt oder Kardiologen angepasst werden.

Alkohol: Am Tag vor und nach dem Eingriff verzichten.

Kleidung: Bequem, leicht abzulegen im Bereich des Eingriffs.

Begleitung: Bei Eingriffen im Gesicht empfehlen wir, sich abholen zu lassen.

Nach der Operation – so unterstützen Sie die Wundheilung

Wunde trocken halten: In den ersten 24 bis 48 Stunden sollte der Verband trocken bleiben. Danach ist kurzes Duschen möglich – kein Baden, kein Schwimmbad bis zur Fadenentfernung.

Nicht belasten: Bei Eingriffen an Händen, Füßen, Rücken oder Gelenken für 1 bis 2 Wochen auf Sport und schweres Heben verzichten – Zug auf die Wunde kann die Narbe verbreitern.

Blutverdünner: Erst nach Rücksprache wieder einnehmen. Wir sagen Ihnen genau, ab wann.

Nachblutung: Leichtes Nässen ist normal. Bei stärkerer Blutung: Druck mit sauberer Kompresse für 10 Minuten, dann bei uns melden.

Zeichen einer Infektion: Zunehmende Rötung, Schwellung, Wärme, pochender Schmerz oder Fieber – bitte umgehend melden, auch am Wochenende.

Narbenpflege: Nach der Fadenentfernung Sonnenschutz LSF 50 auf der Narbe für mindestens 6 Monate. Silikongel oder -pflaster können die Narbenqualität verbessern – wir beraten Sie.

Termine einhalten: Fadenentfernung nach 7 bis 14 Tagen, Befundbesprechung, bei Hautkrebs strukturierte Nachsorge.

Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zur Hautkrebs-OP

Ist die Operation schmerzhaft?

Nein. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung. Sie spüren lediglich den kurzen Einstich der Betäubungsspritze, danach ist das Operationsgebiet vollständig schmerzfrei.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die meisten Eingriffe dauern 20 bis 45 Minuten. Komplexere Rekonstruktionen im Gesicht können länger dauern.

Bin ich danach sofort wieder arbeitsfähig?

In der Regel ja. Bei Eingriffen an Händen, Füßen oder im Gesicht kann je nach Umfang eine kurze Schonung sinnvoll sein.

Wann erfahre ich das Ergebnis der Gewebeuntersuchung?

Der histopathologische Befund liegt innerhalb von 5 bis 7 Werktagen vor. Wir besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen – meist beim Termin zur Fadenentfernung.

Bleiben sichtbare Narben?

Jede Operation hinterlässt eine Narbe. Durch die Wahl der richtigen Schnittführung entlang der Hautspannungslinien, feine Nahttechniken und bei Bedarf Nahlappenplastiken arbeiten wir auf das bestmögliche kosmetische Ergebnis hin. Im Gesicht ist die Narbe nach Abheilung meist kaum sichtbar.

Was ist, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wurde?

Dann zeigt die Histologie tumorbelastete Schnittränder (R1). In diesem Fall führen wir eine Nachexzision durch – bevor der Tumor erneut wachsen kann. Das ist der Grund, warum die Schnittrandkontrolle so wichtig ist.

Kann ich Muttermale auch aus kosmetischen Gründen entfernen lassen?

Ja. Störende, aber gutartige Muttermale entfernen wir auf Wunsch – mit besonderer Sorgfalt für das ästhetische Ergebnis. Auch hier wird das Gewebe histologisch untersucht.

Werden die Kosten übernommen?

Die operative Entfernung von Hautkrebs und verdächtigen Hautveränderungen inklusive Histopathologie ist eine medizinisch notwendige Leistung und wird von privaten Krankenversicherungen vollständig übernommen. Auch die Entfernung auffälliger Muttermale bei diagnostischer Indikation ist in der Regel erstattungsfähig.

Beratungstermin

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Dermatochirurgie mit Erfahrung und Präzision – von der Diagnostik bis zur Nachsorge in einer Hand. Ihr Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.

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