Eine raue, verhornte Stelle, die nicht abheilt, langsam wächst und gelegentlich blutet – auf sonnengeschädigter Haut an Kopf, Gesicht, Ohren oder Händen. Das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom, Stachelzellkarzinom) ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor und entsteht in den meisten Fällen aus aktinischen Keratosen. Im Unterschied zum Basalzellkarzinom kann es in seltenen Fällen Metastasen bilden – umso wichtiger sind frühzeitige Erkennung und vollständige Entfernung. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf behandeln wir alle Formen leitliniengerecht – vom Morbus Bowen bis zum invasiven Karzinom.
Beratungstermin buchen
Das Plattenepithelkarzinom entsteht aus den Keratinozyten der Oberhaut – den Zellen, die auch bei aktinischen Keratosen verändert sind. Die Entwicklung verläuft typischerweise stufenweise: Aktinische Keratose (Präkanzerose) → Morbus Bowen (Carcinoma in situ, auf die Oberhaut begrenzt) → invasives Plattenepithelkarzinom (durchbricht die Basalmembran). Jede Stufe ist behandelbar – je früher, desto einfacher.
Der Morbus Bowen hat eine exzellente Prognose, weil er noch nicht in die Tiefe wächst. Das invasive Plattenepithelkarzinom kann bei fortgeschrittener Tumordicke, ungünstiger Lokalisation (Ohr, Lippe) oder Immunsuppression in Lymphknoten und andere Organe streuen – deshalb ist bei Risikotumoren eine weiterführende Diagnostik nötig.

Diagnostik
Klinische Untersuchung und Dermatoskopie. Typisch: raues, verhornendes, oft blumenkohlartiges Erscheinungsbild auf gerötetem Grund. Bei Verdacht erfolgt eine Probebiopsie oder Exzisionsbiopsie mit histopathologischer Aufarbeitung – zur Diagnosesicherung und Bestimmung der Tumordicke.
Operative Entfernung
Die chirurgische Exzision mit definiertem Sicherheitsabstand ist die Standardtherapie. Der Abstand richtet sich nach Tumordicke, Lokalisation und Risikofaktoren gemäß Leitlinie. Das Gewebe wird im Dermatopathologie-Labor auf tumorfreie Schnittränder untersucht. Bei Tumoren im Gesicht, an Ohren oder Händen ist eine gewebeschonende Schnittführung mit plastisch-rekonstruktivem Verschluss besonders wichtig.
Morbus Bowen – schonende Alternativen
Da der Morbus Bowen auf die Oberhaut begrenzt ist, stehen neben der OP schonendere Verfahren zur Verfügung: Photodynamische Therapie bei großflächigen Veränderungen, Kryotherapie bei kleinen Einzelherden, topische Therapie mit immunmodulierenden oder zytostatischen Cremes. Die Wahl richtet sich nach Größe, Lokalisation und Ihren Wünschen.
Hochrisiko-Tumoren und Nachsorge
Bei Risikofaktoren koordinieren wir Sentinel-Lymphknoten-Biopsie, Staging und die Anbindung an ein dermato-onkologisches Zentrum – dort stehen bei fortgeschrittenen Tumoren Immuntherapien zur Verfügung. Die Nachsorge führen wir in unserer Praxis durch: strukturiert über mindestens 5 Jahre, mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und bei Hochrisiko-Tumoren Lymphknotensonographie. Unser Recall-System erinnert Sie an jeden Termin.

Beim Plattenepithelkarzinom zählt jeder Millimeter. Die histologische Schnittrandkontrolle gibt uns die Sicherheit, dass der Tumor vollständig entfernt ist – und dem Patienten die Gewissheit, dass alles getan wurde.
Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung ist die Prognose sehr gut. In fortgeschrittenen Stadien – bei großer Tumordicke, ungünstiger Lokalisation oder Immunsuppression – kann es jedoch metastasieren. Regelmäßige Vorsorge und frühzeitige Behandlung der Vorstufen sind der beste Schutz.
Typisch sind raue, verhornende, leicht erhabene Stellen auf sonnengeschädigter Haut, die nicht abheilen, langsam wachsen und gelegentlich bluten oder krusten. Jede Hautveränderung, die über 4 Wochen besteht, sollte fachärztlich abgeklärt werden.
Beide entstehen durch chronische UV-Schädigung. Das Basalzellkarzinom wächst langsam und metastasiert fast nie. Das Plattenepithelkarzinom wächst oft schneller und kann in seltenen Fällen streuen – deshalb ist die vollständige Entfernung hier besonders wichtig, und bei Risikotumoren ist eine weiterführende Diagnostik nötig.
Die Frühform des Plattenepithelkarzinoms – ein Carcinoma in situ, das noch auf die Oberhaut begrenzt ist und nicht in die Tiefe wächst. Die Prognose ist exzellent. Neben der OP kommen PDT, Kryotherapie und topische Verfahren infrage.
Die Diagnostik, operative Behandlung und Nachsorge des Plattenepithelkarzinoms sind medizinisch notwendige Leistungen und werden von privaten Krankenversicherungen vollständig übernommen. Bei beruflicher UV-Belastung kann eine Anerkennung als Berufskrankheit möglich sein.
In den meisten Fällen durch jahrelange UV-Belastung. Die typische Entwicklung verläuft über aktinische Keratosen zum Morbus Bowen und schließlich zum invasiven Karzinom. Seltener entstehen sie auf chronischen Wunden, Narben oder unter Immunsuppression.
Ja – mindestens 5 Jahre. Das Risiko für ein lokales Rezidiv und für weitere Plattenepithelkarzinome und Basaliome ist nach einem ersten Tumor deutlich erhöht. Bei Hochrisiko-Tumoren gehört auch die Lymphknotensonographie zur Nachsorge.
Von der Vorstufe bis zum invasiven Tumor – Diagnostik, operative Therapie mit Schnittrandkontrolle und strukturierte Nachsorge bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihren Termin – jede nicht heilende Stelle verdient einen Blick.
Termin buchen