Dermatologie

PDT – wie Licht Hautkrebsvorstufen zerstört

Das Prinzip beruht auf drei Komponenten: einem lichtempfindlichen Wirkstoff, Sauerstoff und Licht. Der Wirkstoff (Photosensibilisator) wird als Creme auf das betroffene Areal aufgetragen und reichert sich selektiv in den veränderten Zellen an – gesunde Zellen nehmen ihn kaum auf. Nach der Einwirkzeit wird das Areal belichtet. Das Licht aktiviert den Wirkstoff, es entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, welche die veränderten Zellen zerstören. Gesundes Gewebe bleibt weitgehend verschont.

Der große Vorteil gegenüber Kryotherapie oder Laser: Die PDT wirkt flächig. Bei Feldkanzerisierung – wenn ein ganzes Hautareal UV-geschädigt ist und neben sichtbaren Keratosen auch unsichtbare Vorstufen enthält – werden alle veränderten Zellen erfasst. Das senkt das Risiko, dass an derselben Stelle bald neue Keratosen entstehen.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Nicht-operativ – kein Schnitt, keine Naht, keine Narbe, exzellentes kosmetisches Ergebnis.
  • Feldtherapie – behandelt das gesamte sonnengeschädigte Areal inklusive unsichtbarer Vorstufen.
  • DL-PDT (simuliertes Tageslicht) – deutlich schmerzärmer als Rotlicht-PDT, ganzjährig einsetzbar.
  • Leitliniengerecht – bei aktinischen Keratosen, Morbus Bowen und superfiziellen Basaliomen.
  • Medizinisch notwendig – Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Behandlungsmethode
Photosensibilisator-Creme + Belichtung mit DL-PDT-Gerät (simuliertes Tageslicht)
Indikationen
Aktinische Keratosen (auch Feldkanzerisierung), Morbus Bowen, superfizielle Basalzellkarzinome
Behandlungsdauer
Ca. 1 bis 1,5 Stunden inkl. Vorbereitung und Belichtung
Betäubung
Nicht notwendig – DL-PDT ist schmerzarm
Sitzungen
1 bis 2 im Abstand von 4 bis 6 Wochen, bei ausgeprägter Feldkanzerisierung ggf. mehr
Ausfallzeit
Rötung, Schwellung und Krustung für 7 bis 14 Tage
Nachsorge
Sonnenschutz LSF 50, direkte Sonne 48 Stunden meiden
Kontrollen
Am Folgetag, nach 2 Wochen und nach 4 bis 6 Wochen
Ablauf

Ihre Behandlung in 5 Schritten

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    Untersuchung und Indikationsstellung

    Dermatoskopische Beurteilung von Art, Ausdehnung und Dicke der Veränderungen. Wir prüfen, ob die PDT das geeignete Verfahren ist – oder ob bei dicken Keratosen eine Vorbehandlung mit Laser oder bei invasiven Tumoren eine OP nötig ist.

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    Vorbereitung der Haut

    Verhornungen und Krusten werden schonend abgetragen – per Kürettage oder Laser – damit der Wirkstoff besser in die Haut eindringt. Anschließend wird die Photosensibilisator-Creme großflächig auf das Areal aufgetragen.

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    Einwirkzeit

    Bei der DL-PDT ist keine lange Einwirkzeit unter Verband nötig – das ist einer ihrer Vorteile. Die Creme wirkt kurz ein, dann beginnt die Belichtung. Der Wirkstoff wird während der Belichtung kontinuierlich in den veränderten Zellen aktiviert – langsam und gleichmäßig, was die Behandlung schmerzarm macht.

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    Belichtung

    Das Areal wird mit dem DL-PDT-Gerät belichtet. Der Wirkstoff wird langsam und kontinuierlich aktiviert – die meisten Patienten spüren nur ein leichtes Wärme- oder Kribbelgefühl. Bei Bedarf kühlen wir.

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    Nachbehandlung

    Unmittelbar nach der PDT ist die Haut gerötet, geschwollen und empfindlich – vergleichbar mit einem intensiven Sonnenbrand. Das ist erwünscht und zeigt, dass die Behandlung wirkt. In den folgenden Tagen bilden sich Krusten, die von selbst abfallen. Die Abheilung dauert 7 bis 14 Tage. Wir kontrollieren die Haut am Folgetag, nach 2 Wochen und nach 4 bis 6 Wochen – so sehen wir das Ergebnis und entscheiden über eine zweite Sitzung.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Die PDT ist für mich eines der elegantesten Verfahren in der Dermatologie: Sie behandelt nicht nur die sichtbaren Veränderungen, sondern das gesamte geschädigte Hautfeld – auch Vorstufen, die mit bloßem Auge noch gar nicht erkennbar sind. Gerade bei Feldkanzerisierung ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber der punktuellen Behandlung.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

Rotlicht-PDT oder DL-PDT – der Unterschied

Klassische Rotlicht-PDT: 3 Stunden Einwirkzeit unter lichtdichtem Verband, dann Belichtung mit intensivem Rotlicht über etwa 10 Minuten. Der Wirkstoff wird schlagartig aktiviert – das führt zu starken Schmerzen während der Belichtung, die viele Patienten als sehr belastend empfinden. Hohe Wirksamkeit, aber geringe Akzeptanz.

Tageslicht-PDT (Daylight-PDT): Belichtung mit natürlichem Tageslicht im Freien über 2 Stunden. Der Wirkstoff wird langsam aktiviert – nahezu schmerzfrei. Aber: nur bei geeignetem Wetter und Temperatur, nur zwischen April und Oktober, keine Kontrolle über die Lichtdosis.

DL-PDT (simuliertes Tageslicht): Unser Verfahren. Ein Gerät belichtet mit einem Lichtspektrum, das dem Tageslicht nachempfunden ist – aber ohne UV-Anteil, wetterunabhängig, ganzjährig, mit kontrollierter Lichtdosis. Die Vorteile der Tageslicht-PDT (schmerzarm) kombiniert mit der Verlässlichkeit der Praxisbehandlung. Wirksamkeit vergleichbar mit Rotlicht-PDT bei deutlich besserer Verträglichkeit.

Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zur photodynamischen Therapie

Ist die PDT schmerzhaft?

Mit unserem DL-PDT-Gerät ist die Behandlung deutlich schmerzärmer als die klassische Rotlicht-PDT. Die meisten Patienten empfinden lediglich ein leichtes Wärme- oder Kribbelgefühl. Bei Bedarf kühlen wir das Areal.

Wie sieht die Haut nach der PDT aus?

In den ersten Tagen gerötet, geschwollen und krustig – wie ein intensiver Sonnenbrand. Das ist eine erwünschte Reaktion. Die Heilung dauert 7 bis 14 Tage. Danach ist die behandelte Haut deutlich glatter und gleichmäßiger.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

In den meisten Fällen 1 bis 2 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Bei ausgeprägter Feldkanzerisierung können weitere Behandlungen sinnvoll sein.

Kann die PDT Narben hinterlassen?

Nein – das ist einer der großen Vorteile. Da kein Gewebe geschnitten wird, heilt die Haut narben- und defektfrei ab. Das kosmetische Ergebnis ist in den allermeisten Fällen sehr gut.

Ist die PDT eine Alternative zur Operation?

Bei aktinischen Keratosen und Feldkanzerisierung ja – die PDT ist hier oft sogar die bessere Wahl, weil sie das gesamte Areal behandelt. Bei invasivem Hautkrebs – Melanom, tiefe Basalzellkarzinome, invasive Plattenepithelkarzinome – ist die operative Entfernung mit Schnittrandkontrolle der sichere Standard.

Kann die PDT im Sommer durchgeführt werden?

Ja – das ist ein Vorteil der DL-PDT gegenüber der natürlichen Tageslicht-PDT. Die Belichtung erfolgt im Gerät, unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Nach der Behandlung muss die Haut jedoch 48 Stunden konsequent vor Sonne geschützt werden.

Wie oft kann die PDT wiederholt werden?

Beliebig oft. Da die PDT gesundes Gewebe schont, kann sie bei neuen Keratosen im selben Areal problemlos wiederholt werden – auch jährlich als Erhaltungstherapie bei ausgeprägter Feldkanzerisierung.

Werden die Kosten übernommen?

Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die photodynamische Therapie bei medizinischer Indikation in der Regel vollständig.

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Feldtherapie ohne Skalpell – die photodynamische Therapie als fester Bestandteil unserer Hautkrebsbehandlung. Privatpraxis Dr. Wenzel, Ihr Hautarzt in Meerbusch – für Düsseldorf, Neuss und den Niederrhein. Vereinbaren Sie Ihren Termin zur PDT-Beratung.

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