Das Melanom ist die gefährlichste Form des Hautkrebses. Es entsteht aus den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) und kann bereits in frühen Stadien über Lymph- und Blutgefäße metastasieren. Die entscheidende Nachricht: Rechtzeitig erkannt, ist das Melanom sehr gut heilbar – bei dünnen Melanomen unter 1 mm liegt die 10-Jahres-Überlebensrate bei über 95 Prozent. Die Tumordicke bei der Erstdiagnose entscheidet über die Prognose. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf legen wir deshalb größten Wert auf präzise Frühdiagnostik mit Dermatoskopie und KI-gestützter Bildanalyse.
Beratungstermin buchen
Die ABCDE-Regel hilft bei der Selbstuntersuchung: A wie Asymmetrie (ungleichmäßige Form), B wie Begrenzung (unscharf, ausgefranst), C wie Colour (mehrere Farbtöne, schwarz, braun, rötlich, weißlich), D wie Durchmesser (über 5 mm), E wie Evolution (Veränderung in Größe, Form, Farbe, Erhabenheit, Blutung, Juckreiz). Besonders verdächtig: das ‚hässliche Entlein' – ein Muttermal, das anders aussieht als alle anderen.
Melanome entstehen zu etwa 30 Prozent aus bestehenden Muttermalen, zu 70 Prozent neu auf unauffälliger Haut. Sie können überall auftreten – auch an Stellen, die nie Sonne sehen: Fußsohlen, Handflächen, unter den Nägeln, Schleimhäute. Die ABCDE-Regel gibt Hinweise, ersetzt aber nicht die fachärztliche Dermatoskopie.

Frühdiagnostik
Mit Auflichtmikroskopie und KI-gestützter Bildanalyse beurteilen wir Pigmentmuster, Asymmetrien, Gefäßstrukturen und Regressionszeichen. Die digitale Bildspeicherung ermöglicht bei Kontrollen den exakten Vergleich. Bei jedem auffälligen Befund empfehlen wir die vollständige operative Entfernung (Exzisionsbiopsie) – Teilbiopsien werden beim Melanomverdacht vermieden.
Operative Entfernung
Bestätigt die Histopathologie ein Melanom, richtet sich das Vorgehen nach der Tumordicke (Breslow-Dicke) und weiteren Faktoren. Die Nachexzision erfolgt mit leitliniengerechtem Sicherheitsabstand (0,5 bis 2 cm). Bei dünneren Melanomen führen wir den Eingriff in unserer Praxis durch, bei dickeren Tumoren koordinieren wir die Anbindung an ein zertifiziertes Hautkrebszentrum.
Weiterführende Diagnostik
Ab 1 mm Tumordicke wird eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie empfohlen – bei Risikofaktoren wie Ulzeration oder erhöhter Mitoserate bereits ab 0,75 mm. Je nach Tumorstadium folgt eine Staging-Diagnostik mit Bildgebung und Laborwerten. Bei Lymphknotenbeteiligung oder fortgeschrittenem Stadium koordinieren wir die Vorstellung in einem dermato-onkologischen Zentrum – dort stehen moderne Systemtherapien zur Verfügung: Immuntherapien (Checkpoint-Inhibitoren) und zielgerichtete Therapien (BRAF/MEK-Inhibitoren).
Strukturierte Nachsorge
Die Melanom-Nachsorge folgt einem festen Schema nach Tumorstadium. In den ersten 5 Jahren sind engmaschige Kontrollen essenziell – mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und bei Bedarf Lymphknotensonographie. Wir führen die Nachsorge in unserer Praxis durch und erinnern Sie über unser Recall-System an jeden Termin.

Das Melanom ist ein Tumor, bei dem die Früherkennung über alles entscheidet. Die Dermatoskopie mit KI-Unterstützung gibt uns heute die Möglichkeit, Veränderungen in einem Stadium zu erkennen, in dem die Heilungschancen exzellent sind. Genau deshalb empfehle ich die regelmäßige Hautkrebsvorsorge.
Superfiziell spreitendes Melanom (SSM): Der häufigste Typ (ca. 60 Prozent). Wächst zunächst flach und horizontal – oft über Monate bis Jahre. Gute Chance auf Früherkennung.
Noduläres Melanom: Wächst schnell in die Tiefe, oft als knotige, dunkle Erhebung. Aggressiver, weil die Tumordicke schnell zunimmt.
Lentigo-maligna-Melanom: Bei älteren Menschen an chronisch sonnenexponierten Stellen im Gesicht. Wächst lange flach, kann aber invasiv werden.
Akrolentiginöses Melanom: An Handflächen, Fußsohlen und unter den Nägeln – auch bei dunklen Hauttypen. Wird oft spät erkannt, weil niemand dort hinschaut.
Amelanotisches Melanom: Ohne Pigment, hautfarben bis rötlich – schwer zu erkennen, weil es nicht wie ein ‚typisches' Melanom aussieht.
Die Prognose hängt entscheidend von der Tumordicke bei der Erstdiagnose ab. Dünne Melanome (unter 1 mm) haben eine hervorragende Prognose mit über 95 Prozent Heilungsrate. Dickere Melanome können metastasieren und erfordern eine intensivere Therapie.
Ja. Das Risiko ist bei hellem Hauttyp, vielen Muttermalen und familiärer Belastung erhöht – aber auch dunkle Hauttypen sind nicht ausgeschlossen, insbesondere an Händen, Füßen und unter den Nägeln.
Die Eindringtiefe des Melanoms in Millimetern, gemessen vom obersten Punkt der Haut bis zur tiefsten Tumorzelle. Sie ist der wichtigste Prognosefaktor und bestimmt Sicherheitsabstand, Sentinel-Biopsie und Nachsorge.
Eine Teilentnahme kann die Tumordicke verfälschen und die Beurteilung erschweren. Deshalb empfehlen die Leitlinien beim Melanomverdacht die vollständige Entfernung – so erhält der Pathologe den gesamten Tumor.
Die verdächtige Hautveränderung wird vollständig unter Lokalanästhesie entfernt und histopathologisch untersucht. Bestätigt sich ein Melanom, folgt eine Nachexzision mit Sicherheitsabstand nach Tumordicke.
Wir besprechen den Befund ausführlich mit Ihnen, planen die Nachexzision und koordinieren bei Bedarf Sentinel-Biopsie, Staging und Anbindung an ein Hautkrebszentrum. Die Nachsorge führen wir in unserer Praxis durch.
Konsequenter Sonnenschutz und die Vermeidung von Sonnenbränden – besonders in der Kindheit – senken das Risiko. Die regelmäßige Hautkrebsvorsorge ist der beste Weg, ein Melanom frühzeitig zu erkennen.
Diagnostik, operative Entfernung und Nachsorge beim Melanom sind medizinisch notwendige Leistungen und werden von privaten Krankenversicherungen vollständig übernommen.
Von der Frühdiagnostik über die operative Therapie bis zur strukturierten Nachsorge – alles koordiniert und persönlich betreut bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.
Termin buchen