Weiße, scharf begrenzte Flecken – an Händen, im Gesicht, um Mund und Augen, an Ellenbogen und Knien. Sie breiten sich aus, werden sichtbarer, besonders im Sommer. Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) betrifft etwa 1 Prozent der Bevölkerung – und wird von vielen Betroffenen als schwere psychische Belastung erlebt, obwohl sie körperlich harmlos ist. Die gute Nachricht: Vitiligo ist behandelbar. Mit Lichttherapie, gezielten Cremes und seit kurzem neuen Wirkstoffen lässt sich die Ausbreitung stoppen und verlorenes Pigment oft zurückgewinnen. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf behandeln wir Vitiligo leitliniengerecht – mit realistischen Zielen und langem Atem.
Beratungstermin buchen
Vitiligo ist eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem zerstört die Melanozyten, die Pigmentzellen der Haut. Wo sie fehlen, bleibt die Haut weiß. Die Ursache ist eine genetische Veranlagung, ausgelöst durch Stress, Hautverletzungen, Sonnenbrand oder andere Autoimmunerkrankungen – besonders Schilddrüsenerkrankungen, die bei Vitiligo-Patienten häufiger vorkommen.
Es gibt zwei Hauptformen: Die nicht-segmentale Vitiligo (90 Prozent) tritt symmetrisch an beiden Körperseiten auf und kann sich schubweise ausbreiten. Die segmentale Vitiligo betrifft nur eine Körperseite, beginnt meist früh und bleibt oft stabil. Die Form bestimmt die Prognose und die Therapie.

Diagnostik
Wood-Licht zeigt auch subtile Herde und die Aktivität. Wir bestimmen die Form (segmental oder nicht-segmental), die Ausdehnung und ob die Vitiligo aktiv ist – neue Flecken, Ausbreitung, Köbner-Phänomen. Labor: Schilddrüsenwerte und Autoantikörper, weil Vitiligo oft mit anderen Autoimmunerkrankungen einhergeht.
Therapie nach Aktivität und Ausdehnung
Aktive Vitiligo: zuerst die Ausbreitung stoppen – mit Kortison in Intervallen, Lichttherapie oder bei ausgedehntem Befall dem oralen JAK-Inhibitor. Stabile Vitiligo: Repigmentierung anstoßen – Lichttherapie plus topische Therapie. Wir erklären, welche Areale gut ansprechen und welche schwierig bleiben.
Langzeitbetreuung
Repigmentierung braucht Monate. Regelmäßige Kontrollen mit Fotodokumentation zeigen den Fortschritt. Nach erfolgreicher Therapie Erhaltungstherapie, um Rückfälle zu vermeiden. Wir begleiten Sie langfristig.

Vitiligo wurde lange als unheilbar abgetan – Patienten bekamen den Rat, sich damit abzufinden. Das ist heute anders. Mit Lichttherapie, gezielten Cremes und neuen Wirkstoffen erreichen wir bei vielen eine deutliche Repigmentierung. Es braucht Geduld – aber es lohnt sich.
Topische Therapie: Kortisonhaltige Cremes in Intervallen bei kleinen, neuen Herden. Kortisonfreie Calcineurin-Inhibitoren für Gesicht, Hals und Hautfalten – ohne Hautausdünnung. Neu: JAK-Inhibitor-Creme, die bei etwa 30 Prozent der Patienten eine deutliche Repigmentierung im Gesicht erreicht – der erste zugelassene Wirkstoff speziell für Vitiligo.
UVB-Schmalband-Lichttherapie: Der Standard bei ausgedehnter Vitiligo. Das Licht aktiviert verbliebene Melanozyten in den Haarfollikeln, die das Pigment zurückbringen. 2 bis 3 Mal wöchentlich in der Praxis, über 6 bis 12 Monate. Gesicht und Rumpf sprechen am besten an.
Kombination: Licht plus Creme ist wirksamer als beides einzeln. Das ist unser Standardkonzept.
Oraler JAK-Inhibitor (Tablette): Seit 2025 die erste zugelassene Systemtherapie speziell für Vitiligo – für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit ausgedehnter nicht-segmentaler Form. Der Wirkstoff blockiert den Entzündungsweg, der die Pigmentzellen zerstört, stabilisiert die Erkrankung und ermöglicht Repigmentierung auch dort, wo Cremes und Licht nicht ausreichen. Unter regelmäßiger Laborkontrolle.
Nicht im Sinne einer vollständigen Heilung – die Veranlagung bleibt. Aber die Ausbreitung lässt sich stoppen und verlorenes Pigment bei vielen Patienten teilweise oder weitgehend zurückgewinnen.
Nein. Vitiligo ist eine Autoimmunerkrankung und nicht übertragbar.
Gesicht, Hals und Rumpf – dort sind noch Melanozyten in den Haarfollikeln, die das Pigment zurückbringen. Hände, Füße und Lippen sind schwieriger, weil dort wenige Haarfollikel sind.
Erste Pigmentinseln nach 3 bis 6 Monaten. Die Lichttherapie läuft 6 bis 12 Monate, manchmal länger. Danach Erhaltung.
Eine neue Wirkstoffklasse, die den Angriff des Immunsystems auf die Pigmentzellen blockiert. Als Creme seit 2023 zugelassen, als Tablette seit 2025 – die ersten Therapien speziell für Vitiligo. Die Creme erreicht bei etwa 30 Prozent eine deutliche Repigmentierung im Gesicht, die Tablette wirkt auch bei ausgedehntem Befall am Körper.
Ja – Vitiligo-Patienten haben häufiger Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse (Hashimoto). Deshalb prüfen wir die Schilddrüsenwerte bei der Diagnose.
Selten – bei etwa 10 Prozent tritt eine spontane Teilrepigmentierung auf, besonders im Sommer. Verlassen sollte man sich darauf nicht.
Vitiligo ist eine medizinische Erkrankung. Diagnostik, Lichttherapie und Medikamente werden von privaten Krankenversicherungen übernommen.
Vitiligo leitliniengerecht behandeln – Ausbreitung stoppen, Pigment zurückgewinnen, langfristig begleiten. Ihr Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihren Termin – Vitiligo muss heute niemand mehr hinnehmen.
Termin buchen