Braune, unscharf begrenzte Flecken auf Stirn, Wangen, Oberlippe – symmetrisch, wie eine Maske. Oft nach einer Schwangerschaft, unter der Pille oder nach einem Sommer entstanden. Melasma (Chloasma) ist eine der hartnäckigsten Pigmentstörungen: Es kommt wieder, sobald Sonne oder Hormone es auslösen. Deshalb braucht es keine einmalige Laserbehandlung, sondern eine Strategie. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf behandeln wir Melasma mit einem Stufenkonzept aus konsequentem Lichtschutz, aufhellender Therapie und schonenden Verfahren – und sagen ehrlich, was Laser kann und was nicht.
Beratungstermin buchen
Melasma entsteht durch eine Überaktivität der Pigmentzellen, ausgelöst durch Hormone (Schwangerschaft, Pille, Hormontherapie), UV-Strahlung, Wärme und Veranlagung. 90 Prozent der Betroffenen sind Frauen, häufig mit dunklerem Hauttyp. Das Pigment liegt in der Oberhaut, in der Lederhaut oder in beiden Schichten – und je tiefer, desto schwieriger die Behandlung.
Der entscheidende Unterschied zu Altersflecken: Melasma ist keine Ansammlung von Pigment, die man einmal entfernt. Die Pigmentzellen bleiben überaktiv. Jede Sonnenexposition, jede Hitze, jede hormonelle Schwankung kann es reaktivieren. Aggressive Laserbehandlungen können Melasma sogar verschlimmern – durch die Wärme werden die Pigmentzellen zusätzlich angeregt. Deshalb steht bei uns die Vorsicht vor der Aggressivität.

Diagnostik und Aufklärung
Klinische Untersuchung und Wood-Licht: Liegt das Pigment oberflächlich (gut behandelbar) oder tief (schwieriger)? Hormonanamnese: Pille, Schwangerschaft, Hormontherapie? Wir erklären ehrlich, was erreichbar ist – und dass die Therapie Geduld braucht.
Stufentherapie
Lichtschutz sofort und dauerhaft – das ist nicht optional. Aufhellende Kombinationstherapie über Monate. Ergänzend Peelings oder Zaffiro mit aufhellenden Wirkstoffen. Bei Therapieresistenz schonende Laserverfahren in niedriger Energie – niemals aggressive Pigmentlaser, die das Melasma reaktivieren.
Erhaltung
Nach der Aufhellung geht es darum, das Ergebnis zu halten: Lichtschutz lebenslang, Erhaltungscreme in reduzierter Frequenz, Vermeidung von Hitze und Hormontriggern. Kontrolle alle 3 bis 6 Monate. Bei Rückfall Wiederaufnahme der Therapie.
Chemische Peelings
Medizinische Peelings (Glykolsäure, Salizylsäure, TCA) in unserer Medical Skincare unterstützen die topische Therapie, indem sie die oberflächliche Pigmentierung abtragen und die Wirkstoffpenetration verbessern. Mehrere Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen sind üblich.
Lasertherapie - gezielt und zurückhaltend
Laser kann bei Melasma unterstützend wirken, muss aber mit Vorsicht eingesetzt werden - zu aggressive Behandlungen können eine Verschlechterung auslösen (postinflammatorische Hyperpigmentierung). In unserer Praxis setzen wir bei Melasma zurückhaltend und gezielt ein: Zaffiro: Hydropeelingund Infrarot-Thermolifting. Sanfte Hauterneuerung ohne aggressiven Abtrag. Auch bei Melasma geeignet.

Melasma ist die Pigmentstörung, bei der ich am meisten bremsen muss. Viele Patientinnen kommen mit dem Wunsch nach einer Laserbehandlung – und ich muss erklären, dass genau das schaden kann. Wer Melasma versteht, behandelt es mit Lichtschutz und Geduld. Das Ergebnis ist dann aber nachhaltig.
Melasma: Große, unscharfe, symmetrische Flecken an Stirn, Wangen, Oberlippe. Frauen 20 bis 50. Hormonell ausgelöst. Kommt nach Laser oft wieder. Therapie: Lichtschutz + aufhellende Cremes, Laser vorsichtig.
Altersflecken (Lentigines): Kleine, scharf begrenzte, runde Flecken an Händen, Gesicht, Dekolleté. Ab 40, beide Geschlechter. UV-bedingt. Laser entfernt sie dauerhaft. Therapie: Rubinlaser, IPL.
Sommersprossen (Epheliden): Viele kleine Flecken, im Sommer stärker, im Winter blasser. Helle Hauttypen, angeboren. Laser möglich, aber Vorsicht bei Veranlagung.
Postinflammatorische Hyperpigmentierung: Dunkle Flecken nach Akne, Verletzung oder Entzündung. Verblassen von selbst über Monate, aufhellende Cremes beschleunigen.
Die Unterscheidung ist entscheidend: Was bei Altersflecken hilft (aggressiver Laser), kann Melasma verschlimmern.
Nicht im klassischen Sinne – die Veranlagung der Pigmentzellen bleibt. Aber es lässt sich deutlich aufhellen und mit konsequentem Lichtschutz langfristig kontrollieren. Nach der Menopause verblasst es bei vielen von selbst.
Weil die Wärme des Lasers die überaktiven Pigmentzellen zusätzlich stimuliert. Aggressive Pigmentlaser können ein Rebound-Melasma auslösen, das dunkler ist als vorher. Deshalb setzen wir Laser nur schonend und in niedriger Energie ein.
Bei vielen Frauen verblasst es nach der Geburt oder nach dem Absetzen der Pille von selbst – innerhalb von Monaten. Konsequenter Lichtschutz beschleunigt das. Bei manchen bleibt es und braucht Therapie.
Altersflecken sind scharf begrenzt, klein und lassen sich mit Laser dauerhaft entfernen. Melasma ist unscharf, flächig, hormonell bedingt und kommt nach Laser oft wieder. Die Therapie ist grundverschieden.
Erste Aufhellung nach 8 bis 12 Wochen. Die Intensivphase dauert 3 bis 6 Monate, danach Erhaltung. Melasma ist ein Marathon, kein Sprint.
Als Ergänzung ja – Vitamin-C-Seren hemmen die Pigmentbildung leicht und schützen vor freien Radikalen. Als alleinige Therapie reicht es nicht.
Melasma gilt in der Regel als ästhetische Indikation. Die fachärztliche Diagnostik wird übernommen, die Therapie ist meist Selbstzahlerleistung.
Melasma mit Strategie statt Aggressivität behandeln – ehrliche Beratung, Stufentherapie und lebenslange Begleitung bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihre Beratung – wir zeigen Ihnen, was bei Melasma wirklich hilft.
Termin buchen