Dermatologie

Pigmentstörungen – zu viel oder zu wenig Melanin

Die Hautfarbe entsteht durch Melanin, das Pigmentzellen (Melanozyten) produzieren. Bei Hyperpigmentierung wird zu viel Melanin gebildet oder es sammelt sich an – dunkle Flecken entstehen. Bei Hypopigmentierung fehlt Melanin – helle Flecken. Die Ursachen reichen von Sonne über Hormone, Entzündungen und Medikamente bis zu Autoimmunerkrankungen und Veranlagung.

Die Tiefe des Pigments entscheidet über die Behandelbarkeit: Oberflächliches Pigment in der Epidermis lässt sich gut behandeln, tiefes Pigment in der Dermis ist hartnäckiger. Mit dem Wood-Licht und der Dermatoskopie bestimmen wir beides – und schließen aus, dass sich hinter einem Fleck etwas Bösartiges verbirgt.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • ✓ Diagnose zuerst – jede Pigmentstörung braucht eine andere Therapie.
  • ✓ Dermatoskopie und Wood-Licht – Tiefe bestimmen, Bösartigkeit ausschließen.
  • ✓ Alle Formen – Hyperpigmentierung, Hypopigmentierung, Melasma, Altersflecken, Café-au-lait, postinflammatorisch.
  • ✓ Alle Verfahren – Rubinlaser, IPL, Peelings, aufhellende Therapie, Zaffiro, Lichttherapie bei Vitiligo.
  • ✓ Ehrliche Beratung – was Laser kann, was nicht, und wann Vorsicht geboten ist.
  • ✓ Für alle Hauttypen – dunklere Haut braucht besondere Vorsicht bei Laser und Peelings.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Diagnostik
Dermatoskopie, Wood-Licht, Anamnese (Sonne, Hormone, Medikamente, Vorerkrankungen), bei Bedarf Biopsie
Hyperpigmentierung oberflächlich
Rubinlaser, IPL, chemische Peelings, aufhellende Cremes
Hyperpigmentierung tief
Aufhellende Therapie über Monate, schonende Laser, Geduld
Melasma
Lichtschutz + aufhellende Therapie, Laser nur vorsichtig
Hypopigmentierung
Lichttherapie (UVB, Excimer), bei Vitiligo spezifische Therapie
Sitzungen
Je nach Typ 1 bis 6, Erhaltung nach Bedarf
Nachsorge
Sonnenschutz LSF 50 dauerhaft – bei jeder Pigmentstörung die Basis
Ablauf

Ihre Behandlung in 3 Schritten

  1. 1

    Diagnostik

    Dermatoskopie jedes auffälligen Flecks. Wood-Licht zur Bestimmung der Pigmenttiefe. Anamnese: Seit wann, wodurch ausgelöst, welche Vorbehandlungen? Bei Verdacht auf Bösartigkeit Biopsie. Erst dann steht die Diagnose – und damit die Therapie.

  2. 2

    Gezielte Therapie

    Je nach Diagnose: Rubinlaser oder IPL bei Altersflecken, aufhellende Stufentherapie bei Melasma, Peelings bei postinflammatorischer Hyperpigmentierung, Lichttherapie bei Vitiligo, Antimykotikum bei Pityriasis versicolor. Nie das gleiche Verfahren für alles.

  3. 3

    Erhaltung und Prävention

    Bei jeder Pigmentstörung ist Sonnenschutz die Basis der Erhaltung. Wir stellen ein Pflege- und Schutzkonzept zusammen und kontrollieren den Verlauf – bei Melasma und Vitiligo langfristig.

Überblick

Die häufigsten Pigmentstörungen

Nach der Diagnose behandeln wir mit dem Verfahren, das für genau diesen Typ geeignet ist.

Altersflecken (Lentigines solares)

Scharf begrenzte braune Flecken an sonnenexponierten Stellen. Ab 40. Rubinlaser oft in 1 Sitzung. Vorab Dermatoskopie – Lentigo maligna ausschließen.

Melasma (Chloasma)

Flächige, unscharfe, symmetrische Flecken im Gesicht. Hormonell und UV-bedingt. Laser mit Vorsicht – aggressive Behandlung verschlimmert. Lichtschutz und aufhellende Therapie als Basis.

Postinflammatorische Hyperpigmentierung

Dunkle Flecken nach Akne, Ekzem, Verletzung oder Laser. Bei dunkleren Hauttypen häufig. Verblasst über Monate von selbst – aufhellende Cremes und Peelings beschleunigen.

Café-au-lait-Flecken

Angeborene, hellbraune, milchkaffeefarbene Flecken. Einzeln harmlos. Rubinlaser kann aufhellen – oft mehrere Sitzungen, Rezidive möglich.

Sommersprossen (Epheliden)

Viele kleine Flecken bei hellem Hauttyp, im Sommer stärker. Angeboren. Laser oder IPL möglich – bei Veranlagung kommen sie wieder.

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Helle, scharf begrenzte Flecken durch Verlust der Pigmentzellen. Autoimmunerkrankung. Lichttherapie, topische Therapie, bei Bedarf Systemtherapie. Eigene Seite.

Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte)

Helle oder dunkle Flecken am Rumpf durch einen Hefepilz. Antimykotische Therapie – die Flecken verblassen nach Abheilung über Monate.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Pigmentstörungen sind ein Feld, in dem die richtige Diagnose alles entscheidet. Ich sehe regelmäßig Patientinnen, deren Melasma nach einer aggressiven Laserbehandlung im Kosmetikstudio dunkler geworden ist. Erst schauen, dann behandeln – das ist meine Regel.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

So beugen Sie Pigmentstörungen vor

  • LSF 50 täglich: Auf Gesicht, Hände, Dekolleté – ganzjährig. Die wichtigste Maßnahme gegen jede Form der Hyperpigmentierung.
  • Bei Melasma getönt: Sonnencreme mit Eisenoxid blockiert auch sichtbares Licht, das Melasma triggert.
  • Nicht an Pickeln drücken: Jede Entzündung kann bei dunkleren Hauttypen einen dunklen Fleck hinterlassen.
  • Nach Laser besonders schützen: 4 Wochen nach jeder Laserbehandlung ist die Haut lichtempfindlich – Pigmentverschiebung droht.
  • Hormone prüfen: Neue Flecken unter der Pille oder Hormontherapie – ärztlich abklären.
  • Jeden neuen Fleck anschauen lassen: Nicht jeder braune Fleck ist harmlos. Jährliche Hautkrebsvorsorge.
Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zu Pigmentstörungen

Welche Pigmentstörung habe ich?

Das lässt sich nur durch fachärztliche Untersuchung klären – Dermatoskopie, Wood-Licht, Anamnese. Die Unterscheidung ist entscheidend, weil jede Form eine andere Therapie braucht.

Kann Laser jede Pigmentstörung entfernen?

Nein. Altersflecken und Café-au-lait sprechen gut auf Laser an. Melasma kann durch Laser schlimmer werden. Vitiligo braucht Lichttherapie, nicht Laser. Deshalb: erst Diagnose.

Warum bekomme ich nach Pickeln dunkle Flecken?

Postinflammatorische Hyperpigmentierung – die Entzündung regt die Pigmentzellen an. Bei dunkleren Hauttypen häufiger. Verblasst über Monate, aufhellende Therapie beschleunigt. Nicht drücken!

Was ist Wood-Licht?

Eine UV-Lampe, unter der sich die Tiefe des Pigments zeigt: Oberflächliches Pigment leuchtet stärker, tiefes bleibt unauffällig. So wissen wir, wie gut eine Behandlung anspricht.

Kommen Pigmentflecken nach Laser wieder?

Behandelte Altersflecken nicht. Melasma und Sommersprossen können bei Sonne zurückkommen. Neue Flecken entstehen bei fortgesetzter UV-Belastung.

Werden die Kosten übernommen?

Die fachärztliche Diagnostik wird übernommen. Die Therapie ist bei Altersflecken und Melasma meist ästhetisch, bei Vitiligo und Pityriasis versicolor medizinisch – dann Kostenübernahme.

Beratungstermin

Vereinbaren Sie Ihren Termin – wir klären, welche Pigmentstörung es ist.

Pigmentstörungen präzise diagnostizieren und gezielt behandeln – bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.

Termin buchen