Phlebologie

Farbduplexsonographie – der Blutfluss wird sichtbar

Die Farbduplexsonographie kombiniert das klassische Ultraschallbild mit einer farbcodierten Darstellung des Blutflusses. Blut, das zum Herzen fließt, erscheint in einer Farbe – Blut, das zurückfließt (Reflux), in einer anderen. So lässt sich in Echtzeit erkennen, ob die Venenklappen schließen, ob die tiefen Venen durchgängig sind und wie stark eine Varikose ausgeprägt ist.

Die Untersuchung dauert 20 bis 30 Minuten und erfolgt im Stehen und im Liegen – weil sich die Venenklappenfunktion unter Belastung anders zeigt als in Ruhe. Die Ergebnisse liegen sofort vor und werden direkt im Anschluss mit Ihnen besprochen. Ohne diese Diagnostik fehlt die Grundlage für jede Venentherapie – deshalb ist sie in unserer Praxis der erste Schritt.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Farbduplexsonographie – Goldstandard, schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung, Ergebnis sofort.
  • Thrombose-Ausschluss – bei Schwellung, Schmerz und Spannungsgefühl sofortige Diagnostik inkl. D-Dimer.
  • Komplette Funktionsdiagnostik – LRR, ABI, VVP, CW-Doppler ergänzen die Sonographie.
  • Grundlage jeder Therapie – wir behandeln nur, was die Diagnostik zeigt.
  • Zertifiziertes Venen Kompetenz-Zentrum – Diagnostik nach BVP/DGPL-Standard.
Fakten

Ihre Untersuchung auf einen Blick

Untersuchungsmethode
Farbduplexsonographie beider Beine, ergänzt durch Funktionstests
Dauer
20 bis 30 Minuten
Vorbereitung
Keine – bequeme Kleidung, die sich leicht ausziehen lässt
Untersuchung
Im Stehen und im Liegen
Ergebnis
Sofort, Besprechung direkt im Anschluss
Schmerzen
Keine
Strahlenbelastung
Keine
Farbduplexsonographie

Was die Farbduplexsonographie untersucht

  1. 1

    Klappenfunktion der Stammvenen

    Die Vena saphena magna und parva werden auf Reflux geprüft. Eine insuffiziente Klappe führt zum Blutstau und ist die häufigste Ursache für Krampfadern. Wir kartieren genau, welcher Abschnitt betroffen ist – die Basis für eine gezielte EVLT.

  2. 2

    Tiefe Beinvenen

    Ausschluss oder Nachweis einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT). Bei Schwellung, Spannungsgefühl und Schmerzen in einem Bein ist die sofortige Duplexsonographie indiziert – eine unerkannte Thrombose kann zur Lungenembolie führen.

  3. 3

    Perforansvenen

    Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem. Insuffiziente Perforansvenen können eine Rezidivvarikose begünstigen und müssen vor jeder Laser- oder operativen Behandlung erkannt werden.

  4. 4

    Besenreiser – Ursachenabklärung

    Besenreiser können das sichtbare Zeichen einer unsichtbaren Venenschwäche sein. Die Duplexsonographie klärt, ob die Stammvenen intakt sind – nur dann ist eine rein kosmetische Behandlung sinnvoll und dauerhaft.

Weitere Diagnostik

Ergänzende Diagnoseverfahren

Lichtreflexionsrheographie (LRR)

Nicht-invasive Messung der Venenfunktion. Die LRR erfasst die Wiederauffüllzeit der Venen nach Muskelarbeit und gibt Aufschluss über den Schweregrad einer venösen Insuffizienz.

ABI-Messung (Knöchel-Arm-Index)

Dopplersonographische Bestimmung des arteriellen Durchblutungsdrucks. Unverzichtbar vor jeder Kompressionstherapie, um eine arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) auszuschließen.

Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Messung der venösen Kapazität und des venösen Abstroms. Ergänzende Funktionsdiagnostik bei unklaren Befunden oder zur Therapiekontrolle.

CW-Dopplersonographie

Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und Erfassung von Refluxströmungen in den Venen. Schnelle orientierende Diagnostik von Venenklappeninsuffizienzen.

D-Dimer-Bestimmung

Labordiagnostischer Schnelltest zum Ausschluss einer akuten Thrombose. Bei unauffälligem Wert kann eine tiefe Beinvenenthrombose mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Dr. med. Kerstin Arslan
Die Farbduplexsonographie ist mein wichtigstes Werkzeug. Sie zeigt mir nicht nur, wo das Problem liegt, sondern auch, warum es entstanden ist. Erst mit dieser Information kann ich eine Therapie empfehlen, die nicht nur Symptome behandelt, sondern die Ursache angeht.
Dr. med. Kerstin Arslan Fachärztin für Dermatologie, Venerologie und Phlebologie

Ergänzende Diagnoseverfahren

  • Lichtreflexionsrheographie (LRR): Nicht-invasive Messung der Venenfunktion über die Wiederauffüllzeit nach Muskelarbeit. Gibt Aufschluss über den Schweregrad einer venösen Insuffizienz.
  • Knöchel-Arm-Index (ABI): Dopplersonographische Bestimmung des arteriellen Durchblutungsdrucks. Unverzichtbar vor jeder Kompressionstherapie, um eine arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) auszuschließen – bei pAVK kann Kompression schaden.
  • Venenverschlussplethysmographie (VVP): Messung der venösen Kapazität und des venösen Abstroms. Ergänzende Funktionsdiagnostik bei unklaren Befunden oder zur Therapiekontrolle.
  • CW-Dopplersonographie: Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und Erfassung von Refluxströmungen. Schnelle orientierende Diagnostik von Venenklappeninsuffizienzen.
  • D-Dimer-Bestimmung: Labordiagnostischer Schnelltest zum Ausschluss einer akuten Thrombose – direkt in der Praxis, Ergebnis in Minuten. Bei unauffälligem Wert kann eine tiefe Beinvenenthrombose mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Wann Sie eine Venendiagnostik brauchen

  • Bei Beschwerden: Schwere, müde Beine, Schwellungen am Abend, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz, Spannungsgefühl, sichtbare Venen.
  • Bei Verdacht auf Thrombose: Plötzliche, meist einseitige Schwellung, Schmerz, Wärmegefühl, Rötung oder Spannungsgefühl in einem Bein – besonders nach langer Immobilisation, Flügen, Operationen oder in der Schwangerschaft. Hier ist die sofortige Diagnostik entscheidend.
  • Vor einer Behandlung: Vor jeder Krampfadern-Therapie, Besenreiser-Behandlung oder Kompressionsverordnung. Ohne Diagnostik keine sinnvolle Therapie.
  • Zur Vorsorge: Bei familiärer Venenschwäche, vor längeren Flügen, bei Schwangerschaftsplanung, vor Operationen oder bei stehender Tätigkeit.
Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zur Venendiagnostik

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Nein. Die Farbduplexsonographie ist eine reine Ultraschalluntersuchung – schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung, ohne Kontrastmittel.

Muss ich mich vorbereiten?

Nein. Tragen Sie bequeme Kleidung, die sich leicht ausziehen lässt. Kompressionsstrümpfe bitte am Untersuchungstag nicht tragen, damit die Venen sich natürlich darstellen.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?

Sofort. Die Bilder werden während der Untersuchung ausgewertet, das Ergebnis besprechen wir direkt im Anschluss – inklusive Therapieempfehlung.

Was passiert bei Thromboseverdacht?

Bei akuter Schwellung, Schmerz oder Spannungsgefühl in einem Bein untersuchen wir sofort – Duplexsonographie plus D-Dimer-Schnelltest. Bei bestätigter Thrombose leiten wir umgehend die Therapie ein.

Wie geht es nach der Diagnostik weiter?

Je nach Befund: Entwarnung, Kompressionstherapie, EVLT bei Stammvarikose, Sklerotherapie oder Gefässlaser bei Besenreisern – oder eine Kombination. Alle Verfahren stehen in unserer Praxis zur Verfügung.

Kann ich die Diagnostik ohne Beschwerden machen lassen?

Ja – zur Vorsorge bei familiärer Belastung, vor Flügen, in der Schwangerschaft oder wenn Sie einfach wissen möchten, wie es um Ihre Venen steht.

Werden die Kosten übernommen?

Die Farbduplexsonographie bei Venenbeschwerden oder Thromboseverdacht ist eine medizinisch notwendige Leistung. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in der Regel vollständig.

Beratungstermin

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