Phlebologie

Besenreiser – harmlos, aber nicht immer nur kosmetisch

Besenreiser sind erweiterte, oberflächliche Venen mit einem Durchmesser unter 1 mm, die direkt unter der Haut liegen. Ihren Namen verdanken sie dem Verzweigungsmuster, das an Birkenreisig erinnert. Sie entstehen durch Bindegewebsschwäche, hormonelle Einflüsse (Schwangerschaft, Pille, Menopause), langes Stehen, Übergewicht oder Veranlagung.

In den allermeisten Fällen sind Besenreiser medizinisch harmlos. Aber: Sie können ein Hinweis auf eine tieferliegende Venenschwäche sein – etwa eine Insuffizienz der Stammvenen. Deshalb gilt in unserer Praxis: Vor jeder Besenreiser-Behandlung steht die Farbduplexsonographie. Liegt eine Stammvarikose vor, muss diese zuerst behandelt werden – sonst kommen die Besenreiser zurück.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Sklerotherapie und Gefäßlaser – für jedes Gefäß das passende Verfahren, oft in einer Sitzung kombiniert.
  • Venendiagnostik vorab – wir schließen aus, dass eine tieferliegende Venenschwäche dahintersteckt.
  • Ambulant, ohne Betäubung – haarfeine Nadeln bei der Verödung, integrierte Kühlung beim Laser.
  • Zertifiziertes Venen Kompetenz-Zentrum – Diagnostik und Therapie nach BVP/DGPL-Standard.
  • Drei Fachärztinnen – Dr. Wenzel, Dr. Arslan und Lara Lubbe.
  • Auch Gesicht und Dekolleté – der Gefäßlaser behandelt feine Äderchen überall, nicht nur an den Beinen.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Behandlungsmethode
Sklerotherapie (Verödung) und/oder Excel V+ Gefässlaser
Behandlungsdauer
20 bis 45 Minuten pro Sitzung
Betäubung
Nicht notwendig
Sitzungen
2 bis 4 im Abstand von 4 bis 6 Wochen, sehr feine Besenreiser oft in 1 Sitzung
Ausfallzeit
Keine – Alltag sofort möglich
Ergebnis
Verödete Gefässe verschwinden über 4 bis 8 Wochen
Nachsorge
Kompressionsstrumpf nach Verödung für einige Tage, Sport und Sauna 3 Tage meiden, Sonnenschutz 4 Wochen
Ablauf

Ihre Behandlung in 4 Schritten

  1. 1

    Venendiagnostik

    Klinische Untersuchung und Farbduplexsonographie durch Dr. Arslan. Nur wenn die tiefen Venen intakt sind, ist die Behandlung der Besenreiser sinnvoll und dauerhaft erfolgreich.

  2. 2

    Sklerotherapie

    Das Verödungsmittel wird mit haarfeinen Nadeln in die Besenreiser injiziert – ein leichtes Brennen für wenige Sekunden. Nach der Behandlung erhalten Sie einen Kompressionsstrumpf.

  3. 3

    Gefässlasertherapie

    Der Excel V+ wird über die feinsten Gefässe geführt. Durch die integrierte Saphirkühlung ist die Behandlung gut tolerierbar – ein kurzes Piksen pro Impuls.

  4. 4

    Nachsorge und Kontrolle

    Leichte Rötungen und kleine Hämatome klingen innerhalb weniger Tage ab. Verödete Gefässe können vorübergehend dunkler erscheinen, bevor sie verblassen. Kompressionsstrumpf nach Verödung für einige Tage, konsequenter Sonnenschutz. Kontrolle nach 4 bis 6 Wochen – bei Bedarf weitere Sitzung.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Besenreiser lassen sich heute präzise und schonend behandeln. Die Kombination aus Sklerotherapie und Gefässlaser ermöglicht es mir, für jedes Gefäss das optimale Verfahren zu wählen – für ein Ergebnis, das überzeugt. Und weil wir vorher die Venen untersuchen, wissen wir, dass es auch hält.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

Sklerotherapie oder Gefässlaser – welches Verfahren wann

Sklerotherapie (Verödung): Ein Verödungsmittel (Polidocanol) wird mit haarfeinen Nadeln direkt in die Besenreiser injiziert. Die Venenwand verklebt, das Gefäss verschliesst sich und wird über Wochen vom Körper abgebaut. Der Goldstandard bei Besenreisern an den Beinen – besonders bei kräftigeren, bläulichen Gefässen ab 0,3 mm. Kompressionsstrumpf für einige Tage.

Excel V+ Gefässlaser: Der Laser verschliesst die Gefässe von aussen durch gezielte Lichtabsorption im Hämoglobin – ohne Einstich. Mit 2 Wellenlängen (KTP 532 nm für feine rötliche, Nd:YAG 1064 nm für kräftigere bläuliche Gefässe) erreicht er ein breites Spektrum. Ideal für feinste Besenreiser, die für die Nadel zu klein sind, für Gesicht und Dekolleté, und für Patienten mit Nadelangst oder Allergie gegen Verödungsmittel.

Die Kombination: Sklerotherapie für die grösseren Gefässe, Gefässlaser für die feinsten Restgefässe – so erreichen wir das vollständigste Ergebnis. Welches Verfahren für welches Gefäss optimal ist, legen wir nach der Venendiagnostik individuell fest.

Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zu Besenreisern

Sind Besenreiser gefährlich?

In den allermeisten Fällen nicht. Sie können jedoch auf eine tieferliegende Venenschwäche hindeuten. Deshalb führen wir vor jeder Behandlung eine Venendiagnostik durch – das unterscheidet uns von rein kosmetischen Anbietern.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Je nach Ausprägung 2 bis 4 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Sehr feine Besenreiser können manchmal in einer Sitzung behandelt werden. Das Ergebnis baut sich über Wochen auf.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Verödung verursacht ein kurzes Brennen, der Laser ein leichtes Piksen. Beides ist gut auszuhalten – eine Betäubung ist nicht nötig.

Warum erst Venendiagnostik, wenn Besenreiser doch harmlos sind?

Weil Besenreiser manchmal das sichtbare Zeichen einer unsichtbaren Krampfader sind. Wird nur die Oberfläche behandelt, kommen sie zurück. Wird die Ursache mitbehandelt, hält das Ergebnis.

Kann ich nach der Verödung Sport treiben?

Gehen und leichte Bewegung sind sofort erwünscht. Auf intensiven Sport, Sauna und heiße Bäder sollten Sie in den ersten 3 Tagen verzichten.

Wann ist die beste Jahreszeit für die Behandlung?

Herbst bis Frühjahr ist ideal: Die Haut ist ungebräunt, der Kompressionsstrumpf stört nicht, und bis zum Sommer sind die Gefässe verschwunden.

Können Besenreiser erneut auftreten?

Behandelte Gefässe kommen nicht zurück. Neue Besenreiser können an anderen Stellen entstehen, da die Veranlagung bestehen bleibt. Kompressionsstrümpfe bei langem Stehen und Bewegung beugen vor.

Werden die Kosten übernommen?

Die Behandlung von Besenreisern ist in der Regel eine ästhetische Leistung. Die vorherige Venendiagnostik bei Beschwerden oder Verdacht auf Venenschwäche wird von privaten Krankenversicherungen in der Regel übernommen.

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