Kleine, punktförmige rote Flecken an den Unterschenkeln, die sich nicht wegdrücken lassen. Tastbare Knötchen, Bläschen, im schlimmsten Fall offene Stellen. Dazu Fieber, Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit. Vaskulitiden sind Entzündungen der Blutgefäße – und die Haut ist oft das erste Organ, das sie sichtbar macht. Was harmlos wirkt, kann Ausdruck einer Erkrankung sein, die auch Nieren, Darm oder Nerven betrifft. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf erkennen wir Vaskulitiden an der Haut, sichern die Diagnose per Biopsie und koordinieren die Suche nach Ursache und Organbeteiligung.
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Bei einer Vaskulitis greift das Immunsystem die Wände von Blutgefäßen an. Die Gefäße werden durchlässig, Blut tritt ins Gewebe aus – das erzeugt die typische tastbare Purpura: kleine rote bis violette Flecken, die unter Glasdruck nicht verblassen. Je nach Größe der betroffenen Gefäße unterscheidet man Kleingefäß-, Mittelgefäß- und Großgefäßvaskulitiden – die Haut ist vor allem bei Kleingefäßvaskulitiden betroffen.
Auslöser sind vielfältig: Infektionen (Streptokokken, Hepatitis), Medikamente (Antibiotika, Schmerzmittel, Blutdruckmittel), Autoimmunerkrankungen (Lupus, rheumatoide Arthritis), selten Tumoren. Bei etwa der Hälfte findet sich keine Ursache. Die kutane Vaskulitis ist meist selbstlimitierend – aber sie kann auch das erste Zeichen einer systemischen Vaskulitis sein, die Nieren, Darm, Lunge oder Nerven betrifft. Diese Unterscheidung ist unsere Aufgabe.

Erkennen und einordnen
Klinische Untersuchung, Glasspateltest (bleibt die Rötung unter Druck, ist es Purpura). Fragen nach Infekten, neuen Medikamenten, Fieber, Gelenk- und Bauchschmerzen, blutigem Urin. Diese Antworten entscheiden, wie dringlich die weitere Abklärung ist.
Sichern per Biopsie
Eine frische Läsion (unter 48 Stunden alt) wird biopsiert – für Histologie und direkte Immunfluoreszenz. Nur so lässt sich die Vaskulitis bestätigen und die Form bestimmen. Ergebnis nach 5 bis 7 Tagen.
Ursache und Organe
Labor: Blutbild, Entzündungswerte, Nierenwerte, ANCA, Komplement, Hepatitis-Serologie, Urinstatus, Stuhl auf okkultes Blut. Medikamentenliste durchsehen. Bei Hinweisen auf Organbeteiligung sofortige Anbindung an Rheumatologen oder Nephrologen.
Therapie und Kontrolle
Hautvaskulitis: Auslöser beseitigen, Beine hochlagern, Kompression, bei Bedarf kurzzeitig Kortison. Systemische Vaskulitis: Immunsuppressiva beim Rheumatologen. Engmaschige Kontrolle in den ersten Wochen – und Urinkontrolle auch nach Abheilung der Haut, weil die Nieren später betroffen sein können.
Die häufigste Form – tastbare Purpura an den Unterschenkeln, oft nach Infekt oder Medikament. Meist auf die Haut begrenzt, heilt in 3 bis 6 Wochen. Nieren und Darm müssen trotzdem geprüft werden.
Vor allem bei Kindern, auch bei Erwachsenen. Purpura an Beinen und Gesäß, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, Nierenbeteiligung. Bei Erwachsenen häufiger schwere Verläufe – Nierenkontrolle über Monate.
Quaddeln, die länger als 24 Stunden bleiben und beim Abheilen Flecken hinterlassen – anders als normale Nesselsucht. Oft mit Lupus oder anderen Systemerkrankungen verbunden.
Systemische Erkrankungen, bei denen die Haut mit Purpura, Knötchen oder Geschwüren beteiligt sein kann. Immer interdisziplinär – Lunge, Nieren, Nerven sind betroffen.
Schmerzhafte Knötchen entlang der Gefäße, netzartige Hautzeichnung (Livedo), Geschwüre. Mittelgroße Gefäße – braucht Systemtherapie.

Die Vaskulitis ist eine Erkrankung, bei der die Haut Alarm schlägt für etwas, das im Inneren passiert. Die roten Flecken an den Beinen sind der sichtbare Teil – meine Aufgabe ist es, herauszufinden, was dahintersteckt und ob Nieren oder Darm betroffen sind. Die Biopsie gibt die Antwort, das Labor zeigt den Weg.
Die reine Hautvaskulitis meist nicht – sie heilt in Wochen ab. Gefährlich ist die Organbeteiligung: Nieren, Darm, Lunge, Nerven. Deshalb prüfen wir bei jeder Hautvaskulitis, ob innere Organe betroffen sind.
Weil Kleingefäßvaskulitiden die Nierenkörperchen angreifen können – oft ohne Symptome, nur im Urin erkennbar. Eine unerkannte Nierenbeteiligung kann zu bleibendem Schaden führen. Deshalb Urinkontrolle auch nach Abheilung der Haut.
Blaue Flecken entstehen durch Verletzung, sind größer, verfärben sich von blau über grün zu gelb. Purpura sind kleine, punktförmige, oft tastbare Flecken, die ohne Verletzung auftreten und sich nicht wegdrücken lassen.
Ja – besonders wenn der Auslöser bestehen bleibt oder bei chronischen Formen. Nach Beseitigung des Auslösers (Medikament abgesetzt, Infektion behandelt) ist ein Rezidiv seltener.
Antibiotika, Schmerzmittel, Blutdruckmittel, Entwässerungsmittel, Schilddrüsenmedikamente, bestimmte Antiepileptika. Wenn die Flecken kurz nach einem neuen Medikament auftraten, prüfen wir den Zusammenhang mit dem verordnenden Arzt.
Nein. Sie kann durch Infektionen ausgelöst werden, ist aber selbst keine Infektion – nicht übertragbar.
Diagnostik, Biopsie, Labor und Therapie sind medizinisch notwendig – private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.
Vaskulitiden an der Haut erkennen, sichern und die Ursache finden – bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.
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