Eine schmetterlingsförmige Rötung über Wangen und Nasenrücken, die nach Sonne aufflammt. Scheibenförmige, schuppende Herde an Gesicht, Ohren und Kopfhaut, die Narben hinterlassen. Ringförmige Flecken an Armen und Dekollété. Der Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung mit vielen Gesichtern – von der reinen Hautform bis zur systemischen Erkrankung, die Gelenke, Nieren und Blutbild betrifft. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf unterscheiden wir die Formen, sichern die Diagnose und behandeln die Haut – in Abstimmung mit Rheumatologen, wenn innere Organe beteiligt sind.
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Beim Lupus erythematodes bildet das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Zellkerne. Je nachdem, wo die Entzündung stattfindet, unterscheidet man den kutanen Lupus (nur Haut) vom systemischen Lupus (SLE), der zusätzlich Gelenke, Nieren, Herz, Lunge oder Blutbildung betrifft. Etwa 20 Prozent der Patienten mit Hautlupus entwickeln im Verlauf einen systemischen Lupus – deshalb gehören regelmäßige Kontrollen dazu.
Frauen erkranken neunmal häufiger als Männer, meist zwischen 20 und 40. UV-Strahlung ist der wichtigste Auslöser für Schübe – Sonnenlicht kann bestehende Herde verschlimmern und neue auslösen. Auch bestimmte Medikamente, Hormone, Infektionen und Stress spielen eine Rolle.

Erkennen und einordnen
Klinische Untersuchung aller lichtexponierten Areale, Kopfhaut, Mundschleimhaut. Dermatoskopie. Fragen nach Gelenkschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Haarausfall, Fehlgeburten – Hinweise auf Systembeteiligung. Hautbiopsie zur Diagnosesicherung.
Labor
ANA als Suchtest, bei positivem Ergebnis ENA-Profil, Anti-dsDNA, Komplement, Blutbild, Nierenwerte, Urinstatus. Diese Werte unterscheiden Hautlupus von Systemlupus – und zeigen, ob innere Organe betroffen sind.
Therapie
Hautlupus: Lichtschutz, antientzündliche Cremes, bei ausgedehntem Befall Antimalariamittel als Basistherapie – sie wirken auf Haut und Gelenke und senken das Risiko für Organbeteiligung. Systemlupus: Immunsuppressiva oder Biologika beim Rheumatologen, die Haut behandeln wir weiter mit.
Kontrolle
Alle 3 bis 6 Monate: Hautbefund, Labor, Fragen nach neuen Symptomen. Ziel: Einen Übergang in den systemischen Lupus früh zu erkennen. Über unser Recall-System erinnern wir Sie an jeden Termin.
Das Schmetterlingserythem – flächige Rötung über Wangen und Nasenrücken, die Nasolabialfalten ausgespart. Tritt meist im Rahmen eines systemischen Lupus auf, heilt ohne Narben ab. Ein Warnzeichen für Organbeteiligung.
Ringförmige oder schuppende, psoriasisähnliche Herde an Dekollété, Rücken, Armen – lichtbetont. Heilt ohne Narben, hinterlässt aber oft helle Flecken. Häufig mit Anti-Ro-Antikörpern verbunden. Kann durch Medikamente ausgelöst werden.
Scharf begrenzte, scheibenförmige Herde mit Schuppung und Verhornung – Gesicht, Ohren, Kopfhaut. Heilt mit Narben und Pigmentverschiebungen ab, auf der Kopfhaut mit dauerhaftem Haarverlust. Nur bei 5 Prozent Übergang in systemischen Lupus, aber die Narben sind irreversibel.

Der Lupus zeigt sich oft zuerst auf der Haut – und wer die Zeichen kennt, kann früh handeln. Meine Aufgabe ist es, die Form zu bestimmen, die Haut zu behandeln und im Auge zu behalten, ob sich dahinter mehr entwickelt. Mit Lichtschutz, Basistherapie und regelmäßiger Kontrolle leben die meisten meiner Patientinnen gut mit der Erkrankung.
Nein. Der kutane Lupus betrifft nur die Haut, der systemische auch innere Organe. Etwa 20 Prozent der Hautlupus-Patienten entwickeln im Verlauf einen systemischen Lupus – deshalb die regelmäßigen Kontrollen mit Labor.
Lupus ist chronisch, aber gut kontrollierbar. Mit Lichtschutz und Basistherapie erreichen viele Patienten lange beschwerdefreie Phasen. Der diskoide Lupus kann nach Jahren zur Ruhe kommen.
Weil die Entzündung tief in die Haut reicht und Haarfollikel und Talgdrüsen zerstört. Auf der Kopfhaut bleiben kahle Stellen. Je früher die Therapie, desto weniger Narben – deshalb nicht abwarten.
Wirkstoffe, die ursprünglich gegen Malaria entwickelt wurden und beim Lupus die Entzündung in Haut und Gelenken bremsen. Sie sind die Basistherapie bei ausgedehntem Hautlupus, gut verträglich, brauchen aber jährliche Augenkontrollen.
Ja – der medikamenteninduzierte Lupus tritt unter bestimmten Blutdruckmitteln, Antibiotika, Antiepileptika oder Magensäureblockern auf. Er bildet sich nach Absetzen meist zurück. Deshalb prüfen wir Ihre Medikamentenliste.
Ja, mit Planung. Die Erkrankung sollte vor der Schwangerschaft stabil sein, manche Medikamente müssen umgestellt werden. Bei Anti-Ro-Antikörpern ist eine engmaschige Überwachung wichtig. Wir arbeiten mit Rheumatologen und Gynäkologen zusammen.
Diagnostik, Biopsie, Labor und Therapie sind medizinisch notwendig – private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.
Lupus erythematodes erkennen, einordnen und langfristig begleiten – bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.
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