Eine Stelle am Rumpf, die sich glänzend, hart und wachsartig anfühlt, mit einem lila Rand. Finger, die bei Kälte weiß werden, anschwellen und straff werden. Die Sklerodermie ist eine Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, bei der sich zu viel Kollagen einlagert – die Haut wird hart, unbeweglich, verdickt. Es gibt zwei grundverschiedene Formen: die zirkumskripte Sklerodermie (Morphea), die nur die Haut betrifft, und die systemische Sklerodermie, die auch Gefäße und innere Organe erfasst. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf unterscheiden wir beide Formen, sichern die Diagnose und behandeln – die Haut bei uns, die Organe mit Rheumatologen.
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Bei der Sklerodermie produzieren Bindegewebszellen zu viel Kollagen. Die Haut verdickt und verhärtet sich, verliert Elastizität und Beweglichkeit. Warum das Immunsystem diesen Prozess auslöst, ist nicht vollständig geklärt – genetische Faktoren, Umwelteinflüsse und Gefäßschäden spielen zusammen.
Die zirkumskripte Sklerodermie (Morphea) ist auf die Haut begrenzt: Einzelne oder mehrere verhärtete Herde, meist am Rumpf oder an den Extremitäten, mit typischem lila Randsaum in der aktiven Phase. Sie betrifft keine inneren Organe und hat eine gute Prognose – aber sie kann Narben, Pigmentverschiebungen und bei Kindern Wachstumsstörungen hinterlassen.
Die systemische Sklerodermie beginnt fast immer mit dem Raynaud-Phänomen – Finger, die bei Kälte weiß, dann blau, dann rot werden. Es folgen geschwollene, straffe Finger, verhärtete Haut an Händen und Gesicht, und die Beteiligung von Speiseröhre, Lunge, Herz oder Nieren. Diese Form braucht eine interdisziplinäre Betreuung.

Erkennen und unterscheiden
Klinische Untersuchung der verhärteten Areale, Dermatoskopie der Nagelfälze (erweiterte Gefäße deuten auf systemische Form), Fragen nach Raynaud, Schluckbeschwerden, Atemnot, Gelenkschmerzen. Hautbiopsie zur Sicherung.
Labor und Organcheck
ANA und Sklerodermie-spezifische Antikörper (Anti-Scl-70, Anti-Zentromer, Anti-RNA-Polymerase) – sie unterscheiden Morphea von systemischer Form und sagen etwas über Organrisiko. Bei Verdacht auf Systembeteiligung: Lungenfunktion, Echokardiographie, Nierenwerte in Kooperation.
Therapie
Morphea: antientzündliche Cremes bei einzelnen Herden, UV-A1-Lichttherapie bei mehreren, bei linearer oder generalisierter Form Systemtherapie mit Kortison und Immunsuppressiva. Systemische Sklerodermie: Raynaud-Therapie, Immunsuppressiva, Organbehandlung beim Rheumatologen – die Haut bleibt bei uns.
Kontrolle und Physiotherapie
Regelmäßige Beurteilung von Aktivität und Ausbreitung, Fotodokumentation. Physiotherapie erhält Beweglichkeit – besonders bei linearer Morphea über Gelenken und bei straffen Fingern. Recall-System für alle Kontrolltermine.
Die häufigste Form – ein oder mehrere runde, verhärtete Herde am Rumpf, anfänglich mit lila Rand, später elfenbeinfarben und glänzend. Heilt oft nach Jahren aus, hinterlässt aber verdünnte Haut und Pigmentverschiebungen.
Streifenförmige Verhärtung an Arm oder Bein, bei Kindern die häufigste Form. Kann über Gelenke ziehen und die Beweglichkeit einschränken, bei Kindern das Wachstum der Extremität beeinträchtigen. Braucht frühe, konsequente Therapie.
Eine lineare Morphea an der Stirn – wie ein Säbelhieb, mit Haarverlust und Einziehung. Kann bis zum Knochen reichen. Frühe Behandlung verhindert bleibende Deformität.
Mehrere große Herde an verschiedenen Körperstellen. Braucht Systemtherapie und Lichttherapie.

Die Sklerodermie ist eine Erkrankung, bei der die Unterscheidung alles ist: Morphea oder systemisch, aktiv oder ausgebrannt. Wer einen lila Rand an einem verhärteten Herd sieht, weiß, dass jetzt der Moment für die Therapie ist. Und wer weiße Finger bei Kälte ernst nimmt, kann eine systemische Erkrankung früh erkennen.
Nein – Morphea betrifft nur die Haut und keine inneren Organe. Sie kann aber Narben, Pigmentverschiebungen und bei Kindern Wachstumsstörungen hinterlassen. Deshalb behandeln wir aktive Herde konsequent.
Sehr selten. Morphea und systemische Sklerodermie sind zwei verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Antikörpern. Ein Übergang ist die Ausnahme.
Gefäßkrämpfe an den Fingern bei Kälte oder Stress – die Finger werden weiß, dann blau, dann rot. Kommt auch bei Gesunden vor, ist aber bei über 90 Prozent der Patienten mit systemischer Sklerodermie das erste Symptom. Deshalb klären wir es ab.
Morphea kommt oft nach Jahren von selbst zur Ruhe – die Therapie beschleunigt das und verhindert Narben. Die systemische Sklerodermie ist chronisch, aber mit moderner Therapie deutlich besser kontrollierbar als früher.
Ja – UV-A1-Lichttherapie ist bei ausgedehnter Morphea wirksam: Sie weicht die verhärtete Haut auf und stoppt die Entzündung. 3 Mal wöchentlich über mehrere Wochen.
Ja – die lineare Morphea ist bei Kindern die häufigste Form. Sie kann das Wachstum der betroffenen Extremität beeinträchtigen, wenn sie über Gelenke zieht. Frühe Therapie ist entscheidend.
Diagnostik, Biopsie, Labor, Lichttherapie und medikamentöse Therapie sind medizinisch notwendig – private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.
Sklerodermie unterscheiden, sichern und behandeln – Morphea bei uns, systemische Form interdisziplinär. Ihr Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.
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