Scharf begrenzte, gerötete Flecken mit silbrig-weißen Schuppen – an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut, Kreuzbein. Juckreiz, Spannen, Scham. Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, die 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung betrifft – und die heute so gut behandelbar ist wie nie zuvor. Moderne Biologika erreichen bei den meisten Patienten eine nahezu erscheinungsfreie Haut. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf behandeln wir alle Formen und Schweregrade leitliniengerecht – und denken dabei auch an Gelenke, Nägel und Begleiterkrankungen.
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Bei Psoriasis läuft die Hauterneuerung auf Hochtouren: Statt in 28 Tagen erneuert sich die Oberhaut in 4 bis 7 Tagen. Die Zellen häufen sich an, verhornen unvollständig und bilden die typischen silbrigen Schuppen. Ursache ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems auf genetischer Basis – ausgelöst oder verstärkt durch Infekte, Stress, Medikamente, Alkohol, Rauchen oder Hautverletzungen.
Psoriasis ist eine Systemerkrankung: Bei bis zu 30 Prozent der Patienten sind auch die Gelenke betroffen (Psoriasis-Arthritis), häufig die Nägel. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depression ist erhöht. Deshalb behandeln wir nicht nur die Haut, sondern denken an den ganzen Menschen.

Diagnostik und Schweregrad
Klinische Untersuchung, PASI-Score zur Schweregradbestimmung, Beurteilung von Nägeln und Kopfhaut. Wir fragen nach Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit, Begleiterkrankungen. Bei unklarem Bild sichern wir die Diagnose durch Biopsie.
Therapie nach Stufenschema
Leichte Psoriasis: topische Therapie mit Kombinationspräparaten. Mittelschwere: Lichttherapie oder konventionelle Systemtherapie. Schwere oder therapieresistente Psoriasis: Biologika – sie greifen gezielt in die Entzündungskaskade ein und erreichen bei den meisten Patienten eine Verbesserung um 90 Prozent oder mehr. Wir wählen das Medikament nach Ihrem Profil aus – Begleiterkrankungen, Kinderwunsch, Lebensstil.
Langzeitbetreuung
Psoriasis ist chronisch – die Therapie auch. Regelmäßige Kontrollen mit Anpassung der Therapie, Laborkontrollen unter Systemtherapie, Gelenkscreening, Aufmerksamkeit für Begleiterkrankungen. Bei Gelenkbeteiligung arbeiten wir mit Rheumatologen zusammen.
Die häufigste Form (80 Prozent): scharf begrenzte, rote Plaques mit silbrigen Schuppen an Ellenbogen, Knien, Kreuzbein und Kopfhaut.
Schuppende, juckende Kopfhaut, oft über den Haaransatz hinaus. Wird häufig als Schuppen oder seborrhoisches Ekzem verkannt. Braucht spezielle Lösungen und Shampoos.
Tüpfelnägel, Ölflecken, Verdickung, Ablösung. Betrifft 50 Prozent der Patienten – und ist ein Warnzeichen für Gelenkbeteiligung. Schwer topisch behandelbar, spricht gut auf Systemtherapie an.
Kleine, tropfenförmige Herde am Rumpf, oft nach Streptokokken-Infekt. Betrifft vor allem Kinder und junge Erwachsene. Kann abheilen oder in Plaque-Psoriasis übergehen.
In Hautfalten – Achseln, Leisten, unter der Brust, Gesäßfalte. Glänzend rot, kaum Schuppen. Wird oft als Pilz fehlgedeutet.
Sterile Pusteln an Handflächen und Fußsohlen oder generalisiert. Seltene, schwere Form – braucht Systemtherapie.

Psoriasis ist eine Erkrankung, bei der sich die Medizin in den letzten 15 Jahren grundlegend verändert hat. Was früher als schwer behandelbar galt, ist heute mit modernen Biologika kontrollierbar – oft bis zur erscheinungsfreien Haut. Meine Aufgabe ist es, für jeden Patienten die Therapie zu finden, die zu seinem Leben passt.
Basispflege täglich: Rückfettende Pflege reduziert Schuppung und Juckreiz. Salicylsäure- oder Urea-haltige Produkte lösen Schuppen.
Trigger kennen: Infekte, Stress, Alkohol, Rauchen, bestimmte Medikamente (Betablocker, Lithium). Was Ihre Schübe auslöst, gehört ins Tagebuch.
Verletzungen vermeiden: Kratzen, Reiben, Sonnenbrand – jede Hautverletzung kann neue Herde auslösen (Köbner-Phänomen).
Gewicht und Bewegung: Übergewicht verschlechtert Psoriasis und schwächt die Wirkung von Biologika. Bewegung reduziert Entzündung.
Sonne in Maßen: Moderate UV-Strahlung hilft. Sonnenbrand schadet. Im Winter ist die Lichttherapie in der Praxis der Ersatz.
Auf Gelenke achten: Morgensteifigkeit, geschwollene Finger, Rückenschmerzen – bitte melden. Früh behandelte Psoriasis-Arthritis hinterlässt keine Schäden.
Nein. Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung und nicht übertragbar – auch nicht bei Hautkontakt, Schwimmbad oder gemeinsamen Handtüchern.
Nicht heilbar, aber sehr gut kontrollierbar. Mit modernen Therapien erreichen viele Patienten eine erscheinungsfreie Haut, solange die Therapie fortgeführt wird.
Gezielt wirkende Medikamente, die bestimmte Botenstoffe der Entzündung blockieren – als Spritze alle 4 bis 12 Wochen. Sie sind indiziert bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, wenn topische Therapie und Licht nicht ausreichen. Die Wirkung ist oft beeindruckend.
Die Veranlagung ja. Wenn ein Elternteil betroffen ist, liegt das Risiko bei etwa 15 Prozent, bei beiden Eltern bei 50 Prozent. Ob die Erkrankung ausbricht, hängt von Triggern ab.
Ja – bei bis zu 30 Prozent der Patienten. Psoriasis-Arthritis kann Finger-, Zehen-, Wirbelsäulen- und große Gelenke betreffen. Früh erkannt und behandelt, lassen sich bleibende Schäden verhindern. Deshalb fragen wir bei jedem Termin nach Gelenkbeschwerden.
Keine spezielle Diät heilt Psoriasis. Aber: Gewichtsreduktion bei Übergewicht, weniger Alkohol und eine entzündungsarme, mediterrane Ernährung können den Verlauf verbessern.
Die fachärztliche Diagnostik und alle Therapiestufen inklusive Lichttherapie und Biologika werden von privaten Krankenversicherungen übernommen.
Psoriasis leitliniengerecht behandeln – von der Creme bis zum Biologikum, mit Blick auf Gelenke und Begleiterkrankungen. Ihr Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihren Termin – Schuppenflechte muss heute niemand mehr aushalten.
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