Rissige, juckende, entzündete Haut an den Händen, die bei jedem Händewaschen schlimmer wird. Rote, schuppende Flecken, die trotz Cremes nicht verschwinden. Ekzeme gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen überhaupt – und zu den am häufigsten falsch behandelten. Denn „Ekzem“ ist keine Diagnose, sondern ein Symptom: Dahinter kann eine Allergie stecken, eine Reizung, eine Veranlagung oder eine Kombination. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf suchen wir die Ursache – und behandeln dann gezielt.
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Ein Ekzem ist eine nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Haut – mit Rötung, Schuppung, Bläschen, Nässen oder Rissen, fast immer mit Juckreiz. Was auf der Haut gleich aussieht, hat oft völlig verschiedene Ursachen. Ein Handekzem bei einer Friseurin (Kontaktallergie auf Haarfarbe) braucht eine andere Therapie als das Handekzem einer Pflegekraft (Abnutzung durch häufiges Waschen) oder das eines Neurodermitikers (Veranlagung).
Deshalb beginnt jede Ekzembehandlung bei uns mit der Frage: Warum? Berufsanamnese, Kontaktstoffe, Allergietest, Hautbarriere – erst wenn die Ursache klar ist, wird die Therapie wirksam und nachhaltig.

Ursachensuche
Ausführliche Anamnese: Beruf, Hobbys, Pflegeprodukte, Kontaktstoffe, Verlauf. Klinische Untersuchung des Verteilungsmusters. Bei Allergieverdacht Epikutantest über 3 Tage – der Standard, um Kontaktallergene zu identifizieren. Bei Bedarf Abstrich zum Ausschluss einer Infektion.
Gezielte Therapie
Akute Phase: antientzündliche Cremes in angepasster Stärke, bei nässendem Ekzem feuchte Umschläge, bei Rissen spezielle Wundpflege. Chronische Phase: Barrierestärkung, proaktive Therapie an Problemstellen, ggf. Lichttherapie. Bei schwerem Handekzem, das auf Cremes nicht anspricht: Systemtherapie.
Schutz und Prävention
Das Ekzem heilt nur dauerhaft, wenn der Auslöser wegfällt. Wir erstellen ein individuelles Schutz- und Pflegekonzept: Welche Handschuhe, welche Reinigung, welche Pflege, welche Stoffe meiden. Bei beruflichem Handekzem leiten wir das Hautarztverfahren ein – Schutzmaßnahmen und Pflegeprodukte werden dann von der Berufsgenossenschaft übernommen.
Reaktion auf einen bestimmten Stoff – Nickel, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Haarfarbe, Latex. Tritt dort auf, wo der Stoff die Haut berührt. Der Epikutantest identifiziert den Auslöser – dann heißt es: meiden.
Keine Allergie, sondern Abnutzung: Häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Nässe. Typisch bei Pflegeberufen, Friseuren, Reinigungskräften, Köchen. Die Barriere ist überfordert – Schutz und Pflege stellen sie wieder her.
Kann allergisch, irritativ, atopisch oder gemischt sein – oft alles zusammen. Betrifft 10 Prozent der Bevölkerung, chronisch bei vielen. Beeinträchtigt Beruf und Alltag erheblich. Bei schwerem chronischem Verlauf gibt es heute wirksame Systemtherapien.
Juckende Bläschen an Handflächen, Fingerseiten und Fußsohlen. Schubweise, oft stressgetriggert. Wird häufig mit Pilz verwechselt.
Fettige, gelbliche Schuppen auf geröteter Haut – Kopfhaut, Augenbrauen, Nasenfalten, Brust. Zusammenhang mit einem Hefepilz. Chronisch, aber gut behandelbar.
Münzförmige, scharf begrenzte Ekzemherde an Armen und Beinen. Oft bei trockener Haut, im Winter schlimmer. Wird häufig als Pilz oder Psoriasis fehlgedeutet.

Bei Ekzemen ist die Diagnose die halbe Therapie. Ich sehe oft Patienten, die seit Jahren Cremes wechseln, ohne dass jemand nach dem Auslöser gefragt hat. Ein Epikutantest, eine gründliche Anamnese – und plötzlich wird klar, warum nichts geholfen hat.
Neurodermitis ist eine bestimmte Form des Ekzems – das atopische Ekzem, das auf einer Veranlagung beruht. Ekzem ist der Oberbegriff für alle nicht-infektiösen Hautentzündungen. Ein Kontaktekzem ist kein Neurodermitis-Ekzem, sieht aber ähnlich aus.
Verdächtige Stoffe werden in kleinen Kammern auf den Rücken geklebt und 2 Tage belassen. Nach 2 und 3 Tagen lesen wir ab, ob die Haut reagiert hat. So identifizieren wir Kontaktallergene wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel.
Wenn es durch berufliche Belastung entstanden ist oder sich verschlechtert – ja, möglicherweise. Wir leiten das Hautarztverfahren ein: Die Berufsgenossenschaft übernimmt dann Schutzmaßnahmen, Pflegeprodukte und Therapie. Bei schweren Fällen kann eine Anerkennung als Berufskrankheit erfolgen.
In den meisten Fällen ja – mit den richtigen Schutzmaßnahmen. Bei schwerem beruflichem Handekzem kann eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit nötig sein, damit die Haut abheilt.
Weil der Auslöser noch da ist. Cremes behandeln die Entzündung, aber nicht die Ursache. Erst wenn Allergen oder Reizstoff gemieden werden und die Barriere stabil ist, bleibt die Haut gesund.
Ja – bei akuten Schüben ist Kortison hochwirksam und bei richtiger Anwendung sicher. Es ersetzt aber nicht die Ursachensuche. Dauerhaft täglich angewendet, dünnt es die Haut aus – deshalb kurz und gezielt, dann Barrierepflege.
Die fachärztliche Diagnostik inklusive Epikutantest und die Therapie werden von privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei beruflichem Handekzem trägt die Berufsgenossenschaft die Kosten für Schutz und Pflege.
Ekzeme ursächlich behandeln statt nur Symptome zu cremen – Diagnostik, Allergietest und Therapie bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihren Termin – wir finden heraus, was Ihre Haut reizt.
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