Plötzliche, scharf begrenzte Rötung am Unterschenkel oder im Gesicht, heiß und schmerzhaft, dazu Fieber, Schüttelfrost und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl – das Erysipel (Wundrose) ist eine bakterielle Hautinfektion, die innerhalb von Stunden entsteht und rasch behandelt werden muss. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf erkennen wir das Erysipel klinisch, starten die Antibiotikatherapie noch am selben Tag – und suchen die Eintrittspforte, damit es nicht wiederkommt.
Beratungstermin buchen
Das Erysipel entsteht, wenn Streptokokken über eine kleine Verletzung in die Haut eindringen und sich entlang der Lymphgefäße ausbreiten. Die Eintrittspforte ist oft winzig: ein Fußpilz zwischen den Zehen, ein Riss an der Ferse, ein Insektenstich, eine aufgekratzte Stelle. Innerhalb von Stunden entwickelt sich eine flammend rote, scharf begrenzte, überwärmte Schwellung – am häufigsten am Unterschenkel, aber auch im Gesicht oder am Arm.
Betroffen sind vor allem Menschen mit Lymphödem, Venenschwäche, Diabetes oder geschwächter Immunabwehr – bei ihnen ist die Hautbarriere gestört und der Lymphabfluss verlangsamt. Und wer einmal ein Erysipel hatte, bekommt es oft wieder: Jedes Erysipel schädigt die Lymphgefäße weiter, das Bein schwillt mehr an, die nächste Infektion hat es leichter. Diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist das Ziel der Behandlung.

Diagnose und Einschätzung
Klinische Untersuchung: Begrenzung, Wärme, Schmerz, Fieber. Laborwerte für den Schweregrad. Bei einseitiger Beinschwellung ohne klare Rötung: Duplexsonographie zum Thrombose-Ausschluss. Wir markieren die Rötungsgrenze mit Stift, um den Verlauf zu beurteilen.
Antibiotikatherapie
Sofort, noch am selben Tag. Oral bei leichtem Verlauf, intravenös bei hohem Fieber, Gesichtsbefall oder Immunschwäche. 10 bis 14 Tage – auch wenn die Rötung früher verschwindet. Begleitend: Bein hochlagern, kühlen, Schmerzmittel, bei Fieber Bettruhe.
Eintrittspforte finden und schließen
Fußpilz zwischen den Zehen, Rhagaden an den Fersen, Ekzeme, Wunden, Insektenstiche – wir suchen systematisch und behandeln gezielt. Ohne Sanierung der Eintrittspforte kommt das Erysipel wieder.
Rezidive verhindern
Nach dem Erysipel: Hautpflege, Kompression bei Lymphödem oder Venenschwäche, konsequente Fußpilzprophylaxe. Bei zwei oder mehr Erysipelen pro Jahr: Antibiotika-Langzeitprophylaxe über Monate. Wir begleiten Sie – und bei Venenschwäche übernimmt unser Venen Kompetenz-Zentrum die Diagnostik.

Ein Erysipel ist ein Notfall für die Haut – es braucht eine rasche Diagnose und sofortige Therapie. Genauso wichtig ist mir die Ursachensuche: Warum ist es entstanden, und wie verhindern wir, dass es wiederkommt? Meist finde ich die Antwort zwischen den Zehen.
Die Unterscheidung entscheidet über die Therapie – deshalb ist die fachärztliche Beurteilung wichtig.
Rechtzeitig behandelt heilt es folgenlos ab. Unbehandelt kann es zu Abszessen, bleibenden Lymphgefäßschäden mit chronischer Schwellung und in seltenen Fällen zur Blutvergiftung kommen. Deshalb: nicht abwarten.
Nein. Es ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar – die Bakterien brauchen eine Eintrittspforte in der eigenen Haut.
Am selben Tag. Bei Fieber, rascher Ausbreitung oder Gesichtsbefall sofort. Wir bieten bei Erysipel-Verdacht kurzfristige Termine – rufen Sie an.
Weil die Eintrittspforte offen geblieben ist – meist Fußpilz oder Rhagaden – und weil jedes Erysipel die Lymphgefäße schädigt, was das nächste erleichtert. Die Sanierung der Eintrittspforte und Kompression durchbrechen den Kreislauf.
Bei Venenschwäche und Lymphödem ist die Haut am Unterschenkel geschwächt und der Abfluss gestört – ideale Bedingungen für Bakterien. Deshalb gehört zur Rezidivprophylaxe die Venendiagnostik in unserem Venen Kompetenz-Zentrum.
Meist nicht – leichte bis mittelschwere Erysipele behandeln wir ambulant. Bei hohem Fieber, Gesichtsbefall, Immunschwäche oder ausbleibender Besserung nach 48 Stunden kann eine stationäre intravenöse Therapie nötig sein.
Diagnostik und Therapie des Erysipels sind medizinisch notwendig – private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.
Die Antibiotikathe rapie dauert in der Regel 7 bis 14 Tage, je nach Verlauf. Die Rötung und Schwellung geht meist innerhalb der ersten Tage zurück. Wichtig: Die Antibiotika müssen vollständig eingenommen werden, auch wenn die Symptome bereits abklingen.
Erysipel rasch erkennen, sofort behandeln, Rezidive verhindern – bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld.
Termin buchen