Dermatologie

Akne – was in der Haut passiert

Akne ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel. Vier Faktoren spielen zusammen: erhöhte Talgproduktion (meist hormonell bedingt), Verhornungsstörung am Follikelausgang, Besiedlung mit Aknebakterien und Entzündungsreaktion. Das Ergebnis reicht von Mitessern über entzündliche Papeln und Pusteln bis zu tiefen Knoten und Abszessen – mit dem Risiko bleibender Narben.

Wer Akne früh und konsequent behandelt, verhindert Narben. Wer wartet, riskiert sie. Deshalb gilt: Sobald frei verkäufliche Produkte nicht mehr ausreichen, ist der Hautarzt der richtige Ansprechpartner – nicht erst, wenn die ersten Narben da sind.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Wir behandeln alle Akneformen – von der milden Mitesser-Akne über die hormonelle Spätakne bis zur Acne inversa.
  • Therapie nach Schweregrad – topisch, systemisch oder hormonell, immer ärztlich begleitet.
  • Medizinische Kosmetik integriert – Ausreinigung und Peelings in unserem Institut Medical Skincare.
  • Lasermedizin ergänzend – Laser Genesis gegen Entzündung, Morpheus8 Burst bei aktiver Akne und Narben.
  • Narben vermeiden – je früher die Therapie, desto geringer das Risiko.
  • Kein Termin-Marathon – Diagnostik, Therapie und Kosmetik in einer Praxis.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Diagnostik
Hautanalyse, Akneform und Schweregrad, Triggersuche, bei Bedarf Labor und Hormonstatus
Therapie
Topische Therapie, systemische Therapie bei mittelschwerer bis schwerer Akne, hormonelle Therapie bei Spätakne
Ergänzend
Medizinische Ausreinigung, Peelings, Zaffiro, Laser Genesis, Morpheus8 Burst
Erste Besserung
Nach 4 bis 8 Wochen, volle Wirkung nach 3 bis 6 Monaten
Systemische Therapie
9 bis 12 Monate, mit regelmäßigen Laborkontrollen
Nachsorge
Nach Abheilung angepasste Pflege und topische Erhaltungstherapie, um Rückfälle zu vermeiden – Kontrolle alle 3 bis 6 Monate
Ablauf

Ihre Behandlung in 3 Schritten

  1. 1

    Diagnostik und Schweregradbestimmung

    Gründliche Hautanalyse: Akneform, Schweregrad, Auslöser. Wir fragen nach Hormonen, Medikamenten, Kosmetika, Ernährung und Stress. Bei Spätakne oder Verdacht auf hormonelle Ursachen veranlassen wir Labor- und Hormondiagnostik.

  2. 2

    Medikamentöse Therapie

    Je nach Schweregrad: topische Therapie mit Retinoiden, antibakteriellen oder keratolytischen Wirkstoffen. Bei mittelschwerer bis schwerer Akne systemische Therapie – Antibiotika über begrenzte Zeit oder Retinoide bei schweren Formen, mit regelmäßigen Laborkontrollen. Bei hormoneller Akne antiandrogene Therapie in Absprache mit dem Gynäkologen.

  3. 3

    Medizinische Kosmetik und Lasermedizin

    Ergänzend zur Therapie: professionelle Ausreinigung und Peelings in unserem Institut Medical Skincare, Zaffiro zur Tiefenreinigung, Laser Genesis zur Entzündungsreduktion, Morpheus8 Burst bei aktiver Akne und beginnenden Narben.

Überblick

Akneformen – jede braucht ein eigenes Konzept

Akne zeigt sich in unterschiedlichen Formen – jede erfordert ein eigenes Therapiekonzept.

Acne comedonica

Vorwiegend Mitesser: offene (Blackheads) und geschlossene (Whiteheads). Milde Form, häufig in der Pubertät. Spricht gut auf topische Therapie und medizinische Ausreinigung an.

Acne papulopustulosa

Entzündliche Papeln und Pusteln zusätzlich zu Mitessern. Die häufigste Form. Erfordert meist eine kombinierte topische und bei Bedarf systemische Therapie.

Acne conglobata

Schwere Form mit tiefen Knoten, Abszessen und Fistelgängen. Hohes Narbenrisiko. In der Regel Indikation für eine systemische Retinoid-Therapie – engmaschig ärztlich begleitet.

Acne tarda (Spätakne)

Akne im Erwachsenenalter, häufig bei Frauen ab 25. Oft hormonell bedingt – Kinn, Kieferlinie, Hals. Erfordert Hormondiagnostik und häufig eine hormonelle Therapie.

Acne inversa (Hidradenitis suppurativa)

Chronisch-entzündliche Erkrankung in Achseln, Leisten und Genitalbereich mit schmerzhaften Knoten und Abszessen. Eine eigenständige Erkrankung mit spezialisiertem Therapiekonzept – inklusive moderner Biologika bei schweren Verläufen.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Akne ist mehr als ein kosmetisches Problem – sie kann das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen. Deshalb nehme ich jede Akne ernst, unabhängig vom Schweregrad. Mit dem richtigen Konzept zur richtigen Zeit lässt sich in den allermeisten Fällen eine deutliche und dauerhafte Verbesserung erreichen.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

Was Sie selbst tun können

  • Nicht drücken: Ausgedrückte Pickel entzünden sich tiefer und hinterlassen Narben. Lieber zur medizinischen Ausreinigung.
  • Reinigung sanft: Zweimal täglich mit mildem, pH-neutralem Reinigungsgel. Kein Schrubben, keine alkoholhaltigen Produkte.
  • Nicht-komedogene Pflege: Leichte, ölfreie Produkte mit dem Hinweis „nicht komedogen“. Wir empfehlen passende Produkte.
  • Sonnenschutz täglich: Auch bei Akne – mattierende, nicht-komedogene Sonnencreme. Viele Aknemedikamente machen die Haut lichtempfindlich.
  • Ernährung beobachten: Studien zeigen einen Zusammenhang mit hochglykämischen Lebensmitteln und Milchprodukten. Ein Ernährungstagebuch hilft, persönliche Trigger zu erkennen.
  • Geduld haben: Aknetherapie braucht 4 bis 8 Wochen bis zur ersten Besserung. Nicht abbrechen, wenn es nicht sofort wirkt.
Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zur Akne-Behandlung

Wann sollte ich mit Akne zum Hautarzt?

Sobald frei verkäufliche Produkte nicht mehr helfen, entzündliche Pickel oder Knoten auftreten oder sich erste Narben bilden. Je früher die fachärztliche Therapie beginnt, desto besser lassen sich Narben vermeiden.

Wie lange dauert eine Akne-Behandlung?

Leichte Formen sprechen oft innerhalb von 4 bis 8 Wochen auf topische Therapie an. Eine systemische Therapie bei schwerer Akne dauert 6 bis 12 Monate. Danach folgt eine Erhaltungstherapie, um Rückfälle zu vermeiden.

Ist eine Retinoid-Tablettentherapie gefährlich?

Systemische Retinoide sind hochwirksam und haben mögliche Nebenwirkungen – trockene Haut, erhöhte Blutfette, Lichtempfindlichkeit. Unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle mit regelmäßigen Laboruntersuchungen ist die Therapie sicher. Bei schwerer Akne ist sie oft die einzige Option für eine dauerhafte Abheilung. Während der Therapie und einen Monat danach ist eine sichere Verhütung Pflicht.

Kann Ernährung Akne beeinflussen?

Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen hochglykämischer Ernährung, Milchprodukten und Akne-Verschlechterung. Eine Ernährungsanpassung kann die Therapie sinnvoll ergänzen – ersetzt sie aber nicht.

Werden die Kosten übernommen?

Die fachärztliche Diagnostik und medikamentöse Therapie werden von privaten Krankenversicherungen übernommen. Medizinische Kosmetik und Laserbehandlungen sind in der Regel Selbstzahlerleistungen.

Was hilft bei Akne im Erwachsenenalter?

Spätakne ist meist hormonell bedingt und braucht eine andere Therapie als Teenager-Akne. Hormondiagnostik, antiandrogene Therapie und angepasste topische Behandlung sind die Bausteine. Wir arbeiten bei Bedarf mit Ihrem Gynäkologen zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen Akne und Rosacea?

Akne zeigt Mitesser als Grundläsion und betrifft vor allem junge Menschen. Rosacea hat keine Mitesser, tritt meist ab 30 auf und ist mit Rötungen, Flush und sichtbaren Äderchen verbunden. Beide brauchen unterschiedliche Therapien.

Akne-Beratung

Akne verdient eine individuelle Therapie

Fachärztliche Dermatologie, medizinische Kosmetik und Lasermedizin in einem Konzept – Akne behandeln bei Ihrem Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf, nahe Neuss und Krefeld. Vereinbaren Sie Ihren Termin zur Akne-Beratung.

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