Warzen sind lästig, oft hartnäckig und gerade bei Kindern ein häufiger Grund für den Besuch beim Hautarzt. In der Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf behandeln wir alle Formen von Viruswarzen und Dellwarzen – mit einem Behandlungskonzept, das zum Warzentyp, zum Areal und zum Alter des Patienten passt.
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Warzen (Verrucae) sind gutartige Hautwucherungen, die durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder indirekt über kontaminierte Oberflächen – Schwimmbad, Dusche, Turnhalle. Kleine Verletzungen und aufgeweichte Haut begünstigen das Eindringen der Viren. Kinder und Jugendliche sind besonders häufig betroffen, da ihr Immunsystem die HPV-Viren noch nicht kennt.
Warzen können spontan abheilen – das Immunsystem erkennt und bekämpft das Virus irgendwann. Das kann aber Monate bis Jahre dauern, und in der Zwischenzeit breiten sich die Warzen aus oder werden an andere Personen weitergegeben. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung sinnvoll. Dellwarzen (Mollusca contagiosa) werden durch ein anderes Virus (Molluscipoxvirus) verursacht und treten vor allem bei Kindern auf.

Dermatoskopische Abklärung
Vor jeder Behandlung prüfen wir dermatoskopisch, ob es sich tatsächlich um eine Warze handelt. Typische Merkmale unter dem Dermatoskop: thrombosierte Kapillaren (schwarze Punkte) und unterbrochene Hautlinien. Bei Erwachsenen ist die Abgrenzung zu anderen Hautveränderungen besonders wichtig.
Kryotherapie (Vereisung)
Die häufigste Methode in unserer Praxis: Die Warze wird mit flüssigem Stickstoff vereist (-196 °C). Das zerstört das infizierte Gewebe und regt gleichzeitig die lokale Immunantwort gegen das Virus an. Mehrere Sitzungen im Abstand von 2 bis 3 Wochen sind üblich. Gut geeignet für vulgäre Warzen und Dornwarzen.
Laserabtragung
Je nach Befund wählen wir das passende Laserverfahren: den Erbium-YAG-Laser oder CO2-Laser für die ablative Abtragung unter lokaler Betäubung oder den Excel V+ Gefäßlaser, der die Blutversorgung der Warze non-ablativ verödet.
Kürettage (nur wenn notwendig)
Mechanische Abtragung mit einem scharfen Löffel, i.d.R. unter lokaler Betäubung. Besonders bei einzelnen, gut abgegrenzten Warzen wirksam. Häufig kombiniert mit anschließender Vereisung der Warzenbasis.
Topische Therapie
Salicylsäure-haltige Pflaster und Lösungen lösen die verhornte Warzenoberfläche auf und machen sie für die Immunabwehr zugänglich. Topische Immunmodulatoren können die lokale Immunantwort gegen das Virus verstärken – besonders wirksam bei flachen Warzen und Dellwarzen. Als Begleittherapie oder als alleinige Therapie bei großflächigem Befall.
Behandlung von Dellwarzen
Dellwarzen werden bei Kindern nach Auftragen einer Betäubungscreme mit einer feinen Kürette oder Pinzette eröffnet und der infektiöse Kern entfernt. Schnell, effektiv und bei guter Betäubung schmerzarm. In einer Sitzung können viele Dellwarzen behandelt werden. Alternativ kann eine topische Lösung aufgetragen werden, die die Dellwarzen austrocknet und abheilen lässt – eine gute Option bei ängstlichen Kindern oder bei sehr vielen Läsionen.
Die häufigste Form: raue, erhabene Knötchen mit blumenkohlartiger Oberfläche, typischerweise an Händen und Fingern. Können einzeln oder in Gruppen auftreten und sich durch Kratzen oder Berühren auf andere Körperstellen ausbreiten (Autoinokulation). Bei Kindern besonders häufig – und besonders hartnäckig, weil Kinder sich oft unbewusst an den Warzen kratzen.
Warzen an der Fußsohle, die durch das Körpergewicht beim Gehen nach innen wachsen und erheblich schmerzhaft werden können – manche Patienten beschreiben das Gefühl, als würden sie auf einen Dorn treten. Häufig nach Schwimmbadbesuchen. Dornwarzen sind oft besonders therapieresistent, weil sie tief in die Haut einwachsen. Frei verkäufliche Mittel reichen hier selten aus.
Flache, hautfarbene, kaum erhabene Warzen, häufig im Gesicht, an den Händen oder Unterarmen. Treten oft in größerer Anzahl auf (bis zu Hunderten). Werden häufig nicht als Warzen erkannt. Sprechen gut auf topische Immunmodulatoren an.
Kleine, perlartige Knötchen mit charakteristischer zentraler Delle. Besonders bei Kindern und bei Neurodermitis-Patienten verbreitet, da die gestörte Hautbarriere die Infektion begünstigt. Hochansteckend durch direkten Hautkontakt – in Familien breiten sie sich oft schnell aus. Dellwarzen werden nicht durch HPV, sondern durch das Molluscipoxvirus verursacht und sind streng genommen keine echten Warzen, werden aber umgangssprachlich so bezeichnet.
Warzen im Genital- und Analbereich, verursacht durch HPV-Typen 6 und 11. Werden sexuell übertragen und gehören zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Die Behandlung und Diagnostik beschreiben wir ausführlich auf unserer STI-Seite.

Warzen bei Kindern sind ein Klassiker in meiner Sprechstunde. Wichtig ist: nicht zu lange mit frei verkäuflichen Mitteln experimentieren, sondern frühzeitig fachärztlich behandeln lassen – bevor sich die Warzen vermehren und die Behandlung aufwändiger wird.
Bei Kindern sind Warzen sehr häufig und in den meisten Fällen harmlos. Das Immunsystem ist noch unerfahren mit HPV-Viren, deshalb treten Warzen öfter und zahlreicher auf. Die Behandlung muss kindgerecht sein – wir setzen bei Kindern bevorzugt schmerzarme Verfahren ein (Betäubungscreme vor Kryotherapie, topische Therapie bei Flachwarzen und Dellwarzen).
Bei Erwachsenen sind Warzen seltener, können aber hartnäckiger sein. Wichtig: Wenn bei Erwachsenen plötzlich gehäuft Warzen auftreten, kann das auf eine geschwächte Immunabwehr hinweisen – wir klären das ab. Außerdem muss bei Erwachsenen eine Abgrenzung zu anderen Hautveränderungen (aktinische Keratosen, seborrhoische Keratosen, Plattenepithelkarzinom) sichergestellt werden.
Viele Patienten versuchen zunächst, Warzen mit frei verkäuflichen Mitteln aus der Apotheke zu behandeln. Bei oberflächlichen Warzen kann das gelingen – aber bei Dornwarzen, resistenten Warzen oder Warzen bei Kindern stößt die Selbstbehandlung schnell an ihre Grenzen. In unserer Praxis in Meerbusch klären wir zunächst ab, ob es sich tatsächlich um eine Warze handelt, und wählen dann die Therapie, die am besten zum Befund passt. Denn nicht jede Hautveränderung, die wie eine Warze aussieht, ist auch eine.
Ja. Viruswarzen und Dellwarzen werden durch direkten Hautkontakt oder kontaminierte Oberflächen übertragen. In Schwimmbädern und Gemeinschaftsduschen ist das Risiko erhöht. Badeschuhe und das Vermeiden von gemeinsamem Handtuchgebrauch können die Übertragung reduzieren.
Manchmal ja – das Immunsystem kann HPV-Viren bekämpfen und die Warze bildet sich spontan zurück. Das kann aber Monate bis Jahre dauern, und in der Zwischenzeit besteht das Risiko der Ausbreitung und Weitergabe.
Wenn frei verkäufliche Mittel nach 4 bis 6 Wochen nicht wirken, wenn sich die Warzen vermehren, wenn Warzen im Gesicht oder Genitalbereich auftreten, wenn Dornwarzen Schmerzen beim Gehen verursachen oder wenn bei Erwachsenen plötzlich gehäuft Warzen entstehen.
Dornwarzen sind oft hartnäckig, weil sie tief in die Haut einwachsen. In unserer Praxis in Meerbusch kombinieren wir häufig mehrere Verfahren: Salicylsäure zur Aufweichung, Kryotherapie und bei Bedarf Laserabtragung. Mehrere Sitzungen sind in der Regel notwendig.
Wir behandeln Kinder kindgerecht und mit Geduld. Bei Kryotherapie spüren Kinder ein kurzes Kältegefühl. Bei Dellwarzen tragen wir vorher eine Betäubungscreme auf und warten, bis sie wirkt. Das Ziel ist eine möglichst stressfreie Behandlung.
Ja. Die Behandlung entfernt die sichtbare Warze, aber das Virus kann in der umgebenden Haut verbleiben. Rezidive sind möglich und erfordern ggf. eine erneute Behandlung. Eine gute Immunabwehr ist die beste Vorbeugung.
Die Behandlung von Warzen ist medizinisch notwendig. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten.
Warzen fachärztlich entfernen – Privatpraxis Dr. Wenzel in Meerbusch bei Düsseldorf. Für Erwachsene und Kinder, kindgerecht und individuell.
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