Ästhetik

Fadenlifting – mehr als nur Lifting

PDO-Fäden werden über feine Kanülen unter die Haut eingebracht. Je nach Fadentyp erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben: Glatte Fäden (Mono-Fäden) werden in großer Zahl flächig platziert und regen die Neubildung von Bindegewebe an – die Hauttextur verbessert sich, das Gewebe verdichtet sich. Gezahnte Fäden (COG-Fäden) mit Widerhaken verankern sich und heben abgesunkene Partien an – der Liftingeffekt ist sofort sichtbar.

Die Fäden werden vom Körper innerhalb von 6 bis 8 Monaten vollständig abgebaut. Der angeregte Aufbau hält darüber hinaus an – der Gesamteffekt beträgt 12 bis 18 Monate. Entscheidend für das Ergebnis ist die richtige Patientenauswahl und die richtige Platzierungsschicht.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehr als Lifting – Kollagenstimulation, Gewebestraffung und Ausgleich von Substanzdefiziten.
  • Resorbierbare PDO-Fäden – Mono-Fäden und COG-Fäden je nach Indikation.
  • Internationale Ausbildung – Fadentechniken in Korea und Brasilien erlernt.
  • Kombinierbar mit Hyaluronsäure, Botulinumtoxin, Biostimulatoren und Morpheus8 Burst.
Fakten

Ihre Behandlung auf einen Blick

Behandlungsmethode
Einbringen resorbierbarer PDO-Fäden über feine Kanülen
Behandlungsdauer
Ca. 30 bis 60 Minuten, je nach Areal und Fadenanzahl
Betäubung
Lokale Betäubung
Wirkungseintritt
Liftingeffekt sofort, Kollagenaufbau über 8 bis 12 Wochen
Wirkdauer
12 bis 18 Monate
Ausfallzeit
Gesellschaftsfähig nach 3 bis 5 Tagen, je nach Fadentyp und Anzahl
Nachsorge
Kühlen, kein Sport 2 Wochen, Gesichtsmassagen und Zahnarztbesuche 2 Wochen meiden, ausgeprägte Mimik und Schlafen auf der Seite vermeiden
Ablauf

Ihre Behandlung in 5 Schritten

  1. 1

    Beratung und Indikationsstellung

    Die Patientenauswahl ist der wichtigste Schritt. Wir beurteilen Hautzustand, Gewebequalität und Erschlaffungsgrad und klären, ob Fäden die richtige Option sind oder ob die Haut zunächst vorbereitet werden sollte.

  2. 2

    Planung

    Wir markieren die zu behandelnden Areale, wählen den passenden Fadentyp (Mono- oder COG-Fäden) und bestimmen die Platzierungsschicht.

  3. 3

    Betäubung

    Lokale Betäubung im Behandlungsbereich.

  4. 4

    Fadeneinlage

    Die Fäden werden über feine Kanülen eingebracht und in der gewünschten Position fixiert. Dauer: 30 bis 60 Minuten.

  5. 5

    Nachsorge

    Leichte Schwellungen und mögliche Hämatome klingen innerhalb weniger Tage ab. In den ersten Tagen kühlen. Sport, Gesichtsmassagen und Zahnarztbesuche für 2 Wochen verschieben, ausgeprägte Mimik und Schlafen auf der Seite vermeiden – damit die Fäden sich stabil verankern können. Gesellschaftsfähig nach 3 bis 5 Tagen.

Überblick

Behandelbare Areale

Mittelgesicht und Wangen

Abgesunkene Wangen werden mit COG-Fäden angehoben und neu positioniert. Das Gesicht wirkt frischer und die Kontur definierter – ohne Volumen von außen.

Jawline und Hängebäckchen

Eine unscharf gewordene Kieferlinie wird durch Fäden gestrafft, Hängebäckchen werden angehoben. Häufig in Kombination mit Botulinumtoxin (Nefertiti-Lift) oder Hyaluronsäure an der Jawline.

Unterlider

Ein besonderes Einsatzgebiet: Mono-Fäden können an den Unterlidern eingesetzt werden, wo Filler oft ungeeignet sind. Die Stimulation verdichtet das dünne Gewebe und mildert Schatten und Krepphaut.

Marionettenfalten und Nasolabialregion

Dort, wo Substanz fehlt, kann der Kollagenaufbau durch Fäden das Gewebedefizit von innen ausgleichen – eine Alternative oder Ergänzung zur Hyaluronsäure.

Hals

Horizontale Halsfalten und erschlaffte Halshaut sprechen gut auf Mono-Fäden an. Hauttextur und Festigkeit verbessern sich.

Augenbrauen

Ein leichtes Anheben der Augenbrauen (Brow Lift) öffnet den Blick und lässt das Gesicht wacher wirken.

Dr. med. Elisângela Wenzel
Das Fadenlifting fasziniert mich, weil es weit mehr kann als liften: Kollagen aufbauen, Substanz wiederherstellen, die Hautqualität von innen verbessern. Meine Ausbildung in Korea und Brasilien – dort, wo diese Techniken entwickelt und weiterentwickelt wurden – hat mich gelehrt, Fäden als vielseitiges Werkzeug zu verstehen. Entscheidend ist die richtige Patientenwahl und die richtige Schicht. Das lernt man nicht aus Büchern, sondern durch Erfahrung.
Dr. med. Elisângela Wenzel Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, D.A.L.M.

Fadenlifting im Vergleich

Fadenlifting vs. Hyaluronsäure: Filler geben Volumen an definierten Stellen. Fäden heben an und stimulieren Kollagen – ohne Volumen. Beide ergänzen sich: Fäden für die Struktur, Filler für die Kontur.

Fadenlifting vs. operatives Facelift: Bei leichter bis mäßiger Erschlaffung sind Fäden die schonende Alternative – ambulant, ohne Narben, ohne lange Ausfallzeit. Bei stark erschlaffter Haut mit ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein operatives Lifting die bessere Wahl. Diese Einschätzung treffen wir ehrlich im Beratungsgespräch.

Fadenlifting vs. Morpheus8 Burst: Morpheus8 strafft durch Radiofrequenz-Mikronadeln flächig. Fäden heben gezielt an. In unserer Praxis in Meerbusch kombinieren wir beide häufig: erst Morpheus8 zur Vorbereitung des Gewebes, dann Fäden für den Liftingeffekt.

Was sagen unsere Patienten?

Erfahrungen, die Vertrauen schaffen

Häufige Fragen zum Fadenlifting

Können Fäden wirklich Substanzdefizite ausgleichen?

Ja. PDO-Fäden stimulieren die Kollagenneubildung im Gewebe. An Stellen, wo Substanz fehlt – Marionettenfalten, Nasolabialregion, Unterlider – kann dieser Kollagenaufbau das Gewebedefizit von innen verbessern.

Wie lange hält ein Fadenlifting?

Der sofortige Liftingeffekt ist unmittelbar sichtbar. Die Kollagenstimulation baut sich über Wochen auf. Gesamteffekt: 12 bis 18 Monate.

Muss die Haut vor dem Fadenlifting vorbereitet werden?

Nicht immer, aber in manchen Fällen ja. Bei stark ausgedünnter oder erschlaffter Haut kann eine Vorbehandlung mit Biostimulatoren, PRP oder Profhilo® über einige Monate die Gewebequalität so verbessern, dass die Fäden ein deutlich besseres Ergebnis erzielen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Unter lokaler Betäubung spüren Sie ein Ziehen, aber keine Schmerzen. Nach der Behandlung kann ein leichtes Spannungsgefühl auftreten.

Was ist der Unterschied zwischen Mono- und COG-Fäden?

Mono-Fäden sind glatt und werden in großer Zahl flächig eingesetzt – für Kollagenstimulation und Hauttextur. COG-Fäden haben Widerhaken, verankern sich im Gewebe und heben an – für einen sofort sichtbaren Liftingeffekt. Beide lassen sich kombinieren.

Sieht man die Fäden unter der Haut?

Nein. Die Fäden werden in der richtigen Gewebeschicht platziert und sind weder sichtbar noch tastbar. In seltenen Fällen kann ein Faden oberflächlich liegen – das lässt sich einfach korrigieren.

Für wen ist Fadenlifting nicht geeignet?

Bei stark erschlaffter Haut mit ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein operatives Lifting die bessere Wahl. Fadenlifting eignet sich bei leichter bis mäßiger Erschlaffung – die Einschätzung treffen wir im Beratungsgespräch.

Was kostet ein Fadenlifting?

Die Kosten richten sich nach Umfang, Anzahl der Fäden und Fadentyp. Im Beratungsgespräch erstellen wir eine individuelle Kostenkalkulation.

Beratungstermin

Lassen Sie sich beraten – wir klären gemeinsam, ob Fäden für Sie die richtige Option sind.

Fadenlifting fachärztlich mit internationaler Expertise – Privatpraxis Dr. Wenzel, Ihr Hautarzt in Meerbusch bei Düsseldorf.

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